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Seite einen breiten Dolch, also halb Pedant und halb Eisen-fresser. Wie nennst dn ein solches Wunderding, Franz?"
„Ein ungehobelter Schotte," antwortete Tunstall; „einSchotte, der vermnthlich eben angekommen ist, um seinen übrigenLandsleuten zu helfen, Altenglands Knochen abzunagen; eine Wan-derraupe, um aufznfrcffen, was die Heuschrecke übrig gelassen hat."
„Ah so, Franz," erwiderte Vincent, „wie der Dichter singt:„In Schottland ist der Bursch' zu HauS;
Er bettelt, ihm gebührt ein Schmaus."
„Psch!" fiel Tnnstall ein; „denk' an unser» Herrn."
„Ei was!" erwiderte der lustige Gesell, „erweist, auf welcherSeite sein Brod mit Butter beschmiert ist. Er hat nicht ver-gebens so lange unter Engländern und von Engländern ge-lebt, das; er es uns übel nehmen sollte, wenn wir englisch gesinntsind. Aber sieh', unser Schotte ist fertig mit seiner Beschauungder Dunstanskirche und kommt des Weges daher. Wirklich einhübscher, kernhafter Junge, trotz Sonnenbrand und Sommer-sprossen. Er kommt immer näher; ich binde mit ihm an."
„Da sieh' zu, daß du nicht einen blutigen Kopf davonträgst," bemerkte Tunstall. „Er sieht nicht danach ans, alsob er sich auf der Nase hernmtanzen ließe."
„Ich kehre mich viel an solche Warnung," entgegnete Vin-cent und redete sofort den Fremden an: „Kauft eine Uhr, hoch-edler nord'scher Thane, kauft eine Uhr, um die Stunden des Wohl-lebens zu zählen, die Ihr verlebt habt seit dem gesegneten Augen-blicke , wo Ihr Berwick hinter Euch gelassen. Kauft Augengläser,um zu sehen, wie das englische Gold für Euren Griff bereit liegt.Kauft, was Ihr wollt, Ihr sollt Credit auf drei Tage haben,denn wären Eure Taschen so leer wie die von Pater Fergus, Ihrseid ein Schott' in London und da werdet Ihr in der Zeit aus-gestopft." Der Fremde warf dem mnthwilligen Lehrling einen