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Verf. Nochmals mein Sohn, hüten Sie sich vor leerenRedensarten. Sie sprechen, als ob das Publikum Bücherlesen müßte, blos weil sie gedruckt sind. Wenn Sie das wahrmachen könnten, würden die Buchhändler Ihnen sehr verbun-den sein. Das größte Uebel solcher Ueberschwemmungen be-steht darin, daß sie die Lumpen thener machen. Die Vielheitder erscheinenden Druckschriften schadet der Gegenwart nichtund kann der Nachwelt von großem Nutzen sein.
Hanptm. Ich sehe nicht ab, wie so.
Vers. Die Klagen zur Zeit Elisabeths und Jakobs überdie beunruhigende Fruchtbarkeit der Presse waren so laut wiejetzt. Aber betrachten Sie das Ufer, über welches die Ueber-schwemmung jenes Zeitalters hinging, ob es nicht jetzt demreichen Strand der Feenkönigin gleicht —
-„Mit dem reichste» Schmuck bestreut,
De» Meer' und Erd' in Perl' und Steinen beut.
Und Körner Goldes überall im Sand."
Glauben Sie mir, selbst in den am wenigsten beachteten Wer-ken der Gegenwart kann das nächste Zeitalter Schätze entdecken.
Hanptm. Gewisse Bücher werden aller Goldmacherkunsttrotzen.
Verf. Deren Zahl kann nicht groß sein. Denn werth-lose Schriftsteller müssen, wofern sie nicht, wie Sir RichardBlackmore, ihre Werke auf eigne Kosten herausgeben, ihreGewalt, das Publikum zu langweilen, bald beschränkt sehendurch die Schwierigkeit, Verleger zn finden.
Haupt m. Sie sind unverbesserlich. Hat denn Ihre Ver-wegenheit gar keine Grenzen?
Verf. Es gibt ewige und geheiligte Grenzen der Ehreund Tugend. Meine Laufbahn gleicht der bezauberten Kam-mer Britomarts —