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einer der Glücklichsten sein. Du wirst nicht den Reichen beneiden,der mitten in seinen kostbaren Zerstreuungen elend ist, weil erüber sein Inneres nicht froh sein kann; du wirst den Gewaltigennicht beneiden, welcher aus dem Throne schaudernd dem Todecntgegenblickt; du wirst die Schönheit nicht beneiden, welche nachwenigen Jahren verblüht ist. Deine Seligkeit verblüht nicht;dein Reichthum folgt dir in die Ewigkeit hinüber; dein Schatzist, wie die heilige Schrift spricht, im Himmel. Denn was dudir erwarbst, sind Vorzüge und Hoheiten, nicht die du irdischdem verweslichcn Leibe erwarbst, sondern dem unsterblichen Wesen,das diesen Leib, als todtes Werkzeug, beseelt.
Sei zufrieden mit den Menschen! Fordere sie nichtvollkommener, als sie sind. Verachte ihre Thorheitcn, ihre Laster,ihre Schwächen; trage, wo du kannst, dazu bei, sie zu verbes-sern, — aber diese Menschen, hasse sie nicht selbst, wegen ihrerUnvollkommenheiten, sondern ertrage sic. Gott duldet sie auch!Sei zufrieden mit den Menschen, nimm und behandle sie mitSchonung und Klugheit, wie sie nun einmal sind. Deine Un-zufriedenheit, dein Murren, dein Zürnen, dein Tadeln ändertsie schwerlich, wenn deine Güte und Klugheit sic nicht bessert,sondern macht die Stolzen nur stolzer, die Halsstarrigen nurhalsstarriger, die Betrüger und Heuchler nur listiger und heim-tückischer. Kein Mensch ist von Grund aus verdorben und ohnealle guten Sitten; aber kein Mensch ist auch vollkommen undohne Fehler. Siche bei jedem Menschen nur auf das, was wirk-lich schätzbar an ihm ist, so wirst du ihn lieben lernen, seineFehler werden dir weniger anstößig; er wird, wenn er fühlt,daß du ihn achtest, und warum du cs thust, die Liebe mit Liebevergelten, und in seine guten Eigenschaften noch höhcrn Werthsetzen und sie nicht versäumen.
Sei zufrieden mit den Menschen, mit welchen du ein-mal in Verbindung lebst, und fordere nicht, daß sie alle deines