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seinem göttlich großen Eifer, der ihn noch in der Sterbestundeam Kreuze nicht verließ, nahm er immerdar die Welt, wie siewirklich war, um sie in das zu verwandeln, was sic nachseiner hohen Vorstellung sein sollte; er erwartete nie mehr vonden Leuten, als sie sein konnten.

Er begann sein hohes Unternehmen erst in demjenigen Alter,welches auf der Grcnzschcide zwischen Jugend und Mannheit diewarme Begeisterung und Innigkeit von jener, mit Erfahrung,Bedachtsamkeit und ausdauernder Kraft von dieser verbindet.Er stellte sich die Menschen nicht vortrefflicher, nicht schlechtervor, als sie waren. Er empfahl zur Sanftmuth der Tauben dieKlugheit der Schlangen, zur Unschuld des Gemüths die Vor-sichtigkeit gegen Andere. Er zeigte seinen Jüngern, was sie vonden Menschen zu erwarten hätten; denn auch sic erwarteten viel-leicht noch zuviel, und hielten dafür, Jeder denke, wie sie, undsei für das Heiligste entflammt, wie sie. Darum sprach er:Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht ärgert. Eskommt die Zeit, daß, wer euch tödtet, meinen wird, er thueGott einen Dienst daran. Aber solches habe ich zu euch geredet,auf daß, wenn die Zeit kommen wird, ihr daran gedenket, daßich es euch gesagt habe. (Joh. 16, 2. 4.) So warnte Jesus,der tiefe Menschenkenner, seine allzugutmüthigcn, allzueisrigcn,von der Güte ihrer Sache allzuvollen Jünger. Was die Weltsein sollte, um vollkommener und glückseliger zu sein, davongab er ihnen ein hohes Urbild, dem Jeder nachzustreben hätte.Was aber die Welt wäre, davon theilte er ihnen seine Erfah-rungen mit, und dazu munterte er sie auf, Erfahrungen zumachen, auf daß sie sich mit ihren Wünschen immerdar innerden Grenzen der Wirklichkeit hielten.

Die Warnung an seine Jünger, nicht das Unerreichbare zuhoffen, nicht ihre Vorstellungen von der Welt mit der Wirklich-