keinen Aufträgen, aber ziehe dich anch nicht zurück, wenn mandir für das Gemeinwohl eine Last auflegcn will, der deineKräfte gewachsen sind. Deine Ehre ist deine Tugend, dein Lohnist dein Bewußtsein! Werde der Diener Aller, so macht dichdein Herz zum Ersten unter Allen. Verwalte, was dir anvcrtrautward, mit einer Sorgfalt, als verwaltetest du deinen eigene»Nutzen: so wirst du in den Augen deiner Mitbürger Ehrfurchtfür deine Redlichkeit und deine» Eifer lesen, Friede» in deinemInnern, frohe Zuversicht in deinem Stande zu Gott finden; sohast du in der That nicht mehr fremde Angelegenheit, sonderndeine eigene verwaltet.
Herr der Welt, majestätischer Gott, find wir nicht Alle, derFürst, wie der Unterthan, die Werkzeuge Deiner weisen Vor-sehung und Wcltregierung? Wie könnte ich cS wagen, freudigenGcmüths zu Dir emporzuschaucn, wenn ich mich weigerte, desLandes Wohl nach meinen Kräften zu befördern, in welches Dumich versetzt hast? Wie könnte ich Deines heiligen Reichs wür-diger Genosse sein, wenn ich nicht ein rechtschaffener Unterthanund Bürger dieser irdischen Welt sein möchte? Aber, wie wäreich Dir, Gott, Du Vater und Stifter aller Ordnungen, ge-horsam, wenn ich nicht der weltlichen Obrigkeit auf Erden zugehorchen wüßte?
Treu, fest und ohne alle Umwege will ich mich allen Gesetzenund Einrichtungen derer unterwerfen, die Du zu Vorgesetztenmir gegeben hast. Ich will lieber weniger haben, als mit Un-gerechtigkeit haben. Ich will lieber freudig gehorchen, als durchunanständiges Murren meinen eigenen Muth schwächen, undmeine Mitbürger zu ähnlichen Unzufriedenheiten reizen. Selbstwenn auch Manches, das mir vorgeschrieben wird, von mir alsunvollkommen angesehen würde, ich will auch dies mit redlicherGewissenhaftigkeit erfüllen. An meinen Obern ist cs, mit Voll-'M. tI *