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Ast baö nicht sei» Gebot?
Ha, sollt' ich darum beben,
Wenn alle Welt mir droht?
Ich sollte in GewitternVor Mcnschenrache zittern?
Nein, möge eine Welt vergehn,
Was Recht ist, soll als Recht bestehn!
Ob dornig oder engeDer Weg der Wahrheit sei,
Verlassen von der Menge:
Ich wall' ihn, Gott getreu;
Und folgsam seinen: WorteWill ich auf ihn nur sehn,
Und durch die enge PforteZur bessern Welt eingchn.
Und wie ich wall', erweitertDie Aussicht sich umher,
Und sehe dann erheitert,
Waö mich geschreckt, nicht mehr.
«Sprich zum Adler! Verlasse dein Felsenncst, königlicher Vogel,und die Nachbarschaft der Wolken; schleppe deinen Leib im Staubdes Erdbodens! Und zur Lilie sprich: Edle Blume, trage Distelnund werde stinkend, wie die Giftpflanze in dem ungesunden Schat-ten! Dennoch wird die edle Blume ihren süßen Wohlgcrnch ans-gießen in die Lüfte, und der Adler wird cmporfliegen zur Sonne.Denn Thier und Pflanze haben ihr Gesetz; dem folgen sie undkönnen nicht' anders. Ihr Gesetz haben sic von der Hand desHerrn, darum sind sie, was sie sein sollen, und werden nicktanders.
Und hat nicht auch der Geist des Menschen sein Gesetz vonder Hand des Herrn empfangen? Was er sein soll, weiß er;wohin er berufen ist, weiß er. Aber selten ist er, was er seinsoll; und Viele sind berufen, aber Wenige sind auscrwählet.
Willst du den Grund der Verkehrtheit des heutigen Menschen-