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Gesellschaft geworden. Verbessere das Schlimme! Dies ist Almo-sen, das vor Gott gilt.
In tiefster Abhängigkeit von dir leben diejenigen deiner Mit-erschaffenen, welche sich selbst nicht helfen können: kranke Arme;Greise mit Gliedmaßen, die das Alter entkräftete;Kinder ohne Schuß, ohne Rath, ohne Erziehung,ohne Nahrung. — O weigere diesen deine Liebesgabe nicht!Du hörst von ihnen, du erblickst sie — denke, es ist die ewigeVorsehung, die sie vor dein Ohr und Auge führt. Du bist aus-erkoren, ihr Vater, ihre Mutter, ihr Fürsprecher zu sein. Vergißsie nicht, Gott hat dich auch nicht vergessen. Nein, mit demPfennig, welchen du ihnen für ihren Gotteslohn hinschleudcrst,ist es nicht abgethan, dies ist ja kein Almosen, sondern nur einLoskauf vom Anblick des Elendes, oder eine Ehrenschuld, die dudeinem guten Ruf abträgst. Nein, sei barmherzig! — Kaufeihnen mit deinen Juwelen eine Frcudenthräne; mache mit deinenüberflüssigen Gewändern dem dürftigen Kranken noch ein weichesSterbebett; erquicke dem nothleidcnden Greise noch die letztenStunden seines mühseligen Lebenslaufes mit dem Wein, dendeine Gäste sonst verschwendeten, mit den Leckerbissen, die sic ohneEßlust verderbten! — Gib dem verwahrloscten, bettelnden Kindeeinen Pflegevater, eine Mutter, daß es Jugendfrcuden wiederempfinde. Die Erhaltung dieser Waise kostet nicht mehr, alsdie Aufopferung einiger Lustbarkeiten im Jahr, welche dir nieein so frohes Andenken in der Sterbestunde gewähren, als derAnblick des weinend-segnenden Auges deines Schützlings. Dasist Almosen, das vor Gott gilt.
Habe ich auch, o Vater, o dn Scgenvoller, du Jmmcrgeben-der, habe ich auch bisher geleistet, was ich hätte leisten müssen,um mich Dein würdiges Kind zu nennen? — Habe ich auch denZweck meines durch Dich so vielfach beglückten Daseins und Deiner