Druckschrift 
3 (1853)
Seite
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zur Verbreitung einer bessern Religion beitragen, indem sic die-selbe zu vernichten gedachten.

Die Jünger Jesu, wohin sie in Asien und Europa kamen,.fanden überall empfängliche Gemüther für ihre Lehren, und inallen vorzüglichen Städten der Welt, ja in der großen Stadtselbst, welche damals über den ganzen bekannten Erdkreis durchWaffen und Gesetze herrschte, in Rom selbst, bildete sich zwischenden prachtvollen Tempeln heidnischer Gottheiten eine kleine christ-liche Gemeinde.

Begierig nahm man unter den Inden die Verkündigung vondem erschienenen Messias auf; denn die Nachkommen Israels,welche jetzt nur Noms bedrängte Unterthanen waren, sehnten sichzur Freiheit und dem ehemaligen Glanz ihres Volkes zurück.Allgemein war in diesen Tagen die Erwartung und die Sageunter ihnen von der Ankunft eines irdischen Messias, welcherden zertrümmerten Thron Davids wieder aufrichtcn und diejüdische Nation zur herrschenden auf Erden machen werde. Darumließen sie sich gern in die Geheimnisse der christlichen Religioneinwcihen, wo sic dann erfuhren, daß das Reich des Messiaskein irdisches , sondern ein geistiges Reich sei.

Noch begieriger aber empfingen die Heiden die Lehre Jesu vondem allein wahren Gott. Denn schon hatten die Aufgeklärtestenunter ihnen selbst die Anbetung hölzerner, steinerner und goldenerGottheiten verächtlich gemacht. Das Bedürfniß und die Sehn-sucht nach Wahrheit ward allgemeiner und lebhafter empfunden,denn jemals.

Dadurch, daß Rom alle bekannten Nationen des Erdbodensunter seinem gewaltigen Scepter vereint hielt, waren die Völkermehr unter einander in Verbindung und Verkehr. Me Nach-richten verbreiteten sich schneller, und die Apostel. Jesu konnten