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3 (1853)
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ohne Begierde nach Reichthum, Würde» und Ruhm, ohne Furchtvor Leide», Unterdrückungen und Schmach, schienen sie sämmtlichgottbegeisterte Boten des Himmels zu sein, berufen, das Evan-gelium zu verkünden.

Wer hätte damals glauben sollen, daß diese kleine Christen-gemeinde innerhalb Jerusalems Mauern die Stammmutter einerüber den ganzen Erdball zu verbreitenden Religion werden würde?Damals achtete man derselben kaum in ihrer Dunkelheit undArmuth. Zur Ausbreitung ihres Glaubens hatte sie keine Waffen,keine Heerführer nichts als die ewige himmlische Wahrheit.Sie fesselte das Auge der Fürsten und Völker nicht durch denGlanz kirchlicher Gebräuche, sondern lebte in ihrer Unschuld undTugend verborgen, und dennoch wurden ihrer Anhänger täglichmehr.

Die alten Widersacher Jesu, jene Priester und Gesetzlehrer,jene Pharisäer und Sadduzäer, jene, welche den Messias zumTode verdammt hatten, glaubten, mit seinem Verschwinden seiauch sein Wort verschwunden. Aber wie erstaunten sie, da sievernahmen, daß der von ihnen zum Tode geführte Jesus nichtnur einzelne Freunde hintcrlaffen hatte, sondern daß schon mehrereTausende auf seinen Namen getauft waren. Ihr Grimm lebtegegen die Unschuldigen von neuem auf. Bon neuem begannenihre Verfolgungen. Sie ließen die Apostel in die Kerker schlep-pen, ließen die Versammlungen der Christen stören. Umsonst!Aus den Kerkern tönten Gottes Lobgesänge, und von den Lippender Leidenden die himmlischen Trostgründe der Rcligioü. Nochwar bloß auf den Umfang von Jerusalems Mauern die LehreChristi beschränkt. Aber die Apostel, durch die wider sie erhobenenVerfolgungen zerstreut, traten nun in die römische Welt hinaus,und verkündigten das Evangelium auch entfernten Nationen. Somußten die allerersten, persönlichen Feinde Jesu Christi selbst

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