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3 (1853)
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hielt lieber für wahrscheinlicher, daß sich seine Freunde getäuschthaben könnten. Erst da er den verstorbenen, wohlbekannten, ge-liebten Lehrer lebendig vor sich erblickte, und nun jeder Unglaubethöricht gewesen sein würde, rief.er:Mein Herr und meinGott!"

Auch heutiges Tages mögen noch Biele sein, welche dasWunderbare dieser Begebenheit hinwcgläugnen und bezweifeln,weil sie cS nicht begreifen können. Sic finden vielleicht im Zweifelund Unglauben der Jünger und Jüngerinnen Jesu selber eineEntschuldigung ihrer Art zu denken.

Doch eben der Umstand, daß die, welche Zeitgenossen undpersönliche Bekannte Jesu Christi waren, sich keineswegs leicht-gläubig von den ersten Nachrichten Hinreißen ließen; eben derUmstand, daß seine eigenen Schüler das Wiedercrwachen vomTode hartnäckig in Zweifel zogen, bis sie den Aufcrstandencn miteigenen Augen erblickten, seine Stimme mit eigenen Ohren hör-ten, bis sie ihn berührt, die Narben seiner Wunden untersuchthatten, die er vom Kreuze trug, eben dieser Umstand wirduns der treueste Bürge von der Redlichkeit ihres Sinnes, vonder Glaubwürdigkeit ihrer nachmaligen Aussagen. Sie zweifeltendamals für uns, die wir viel zu spät leben, um die Wahrheitdes Ereignisses so genau und zuverlässig prüfen zu können, wiesie. Ihre Uebcrzeugung mußte daher auch die unserige werden.Christus erschien Vielen. Alle stimmten von da an in ihrenZeugnissen zusammen. Jeder erzählte cs aufseine eigene Weise;und die verschiedenen Ncbenumstände, in welchen sie von einanderabwcichcn, beurkunden uns, daß Einer unabhängig vom Andernberichtete, Alles ohne vorausgegangene Verabredung.

Wie ist das möglich? Ich frage entgegen: Begreifst dudenn Alles, was möglich ist? Begreifst du das Entstehen einesGrashalms, das Frühlingscrwachen der Schöpfung, den Ursprung