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3 (1853)
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deine unreinen Leidenschaften sind, und dann erst tritt zum Altarund zur Vereinigung mit Jesu. Wer nicht unwürdig den heiligenStätten sich gcnahct hat, der wird mit heiligen«, frohcrm Ge-müthe sie verlassen; er wird die Seelenruhe empfinden, welcheaus der Versöhnung mit Gott quillt; er wird das Entzücken,welches Unschuld und Tugend gewähren, künftig dem Reiz be-friedigter Sinnlichkeit verziehen; und die Würde eines unbefleck-ten Herzens, wie cs Jesus trug, höher achten, als Genuß, Wol-lust, Ehrenbezeugungen, Gold und Macht, welche das Laster gibt.

Wer dort unwürdig iffet und trinket, spricht Paulus, deriffet und trinket ihm selber das Gericht. Unglücklicher Sterb-licher, der du dich mit Trug und Bosheit im Herzen dem Nacht-mahl des Herrn nahest, der du dich mit scheinheiliger, anständigerGebcrde in der Versammlung guter Christen zu Jesu drängsterzittere vor dir selbst. Siehe, du mit deiner Brust voll Eitel-keit und Wollust, voller Rache gegen Nebenmcnschen oder vollerUnversöhnlichkcit, du bist bei diesem Nachtmahl der Judas,welcher sich selber ausstößt! Du gehest hin, nicht dich durchJesum zu heiligen, nicht mit ihm Eins zu sein, sondern seinVcrräther zu werden. Mit deiner Bosheit, mit deinen Tücken,mit deinen lasterhaften Begierden, die du nicht auszutilgcn ge-sonnen bist, wirst du der Verräther Jesu. Du entweihst hohn-lächelnd, wie Judas, die heilige Versammlung, und täuschestmit deiner scheinbaren Frömmigkeit die übrigen Christen; aberirre dich nicht, Gott läßt sich nicht spotten. Wie Jesus einstdas Herz seines Vcrräthers, durchsieht der allwissende Gott auchdas deinige! Zittere, er richtet dich! Zittere, du hast dich selbstgerichtet!

O mein Jesus, mein Erlöser! daß ich nie bei Deinem Ge-dächtnißmahl wehe, ich schaudere, es zu sagen! in dieFußstapfen des verbrecherischen Judas treten möchte, der sich zu