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3 (1853)
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Biy ich's, Rabbi?" sprach er zum Messias.Du sagst es!"antwortete ihm dieser:und was du thust, das thue bald!"Jesus sagte diese Worte aber in einem so sanften Frenndeston,daß Keiner ihn begriff. Etliche meinten, weil Judas den Beutelhatte, Jesus spräche zu ihm: Kaufe, was uns noth ist auf dasFest; oder daß er den Armen etwas gäbe. (Joh. 13, 29.) Judas,beschämt, empört, eilte hinaus, seine Verwirrung zu verbergen,und vollbrachte die verruchte That.

Welche Seeleugröße bewies hier der Gottmensch! Und wer istfähig, sie vollkommen nachzucmpfinden und »achzuahmen? Voneinem derer vcrrathcn, denen er wohlgethan, bekannt mit demganzen Umfang des Verbrechens, welches Judas verüben wollte,zürnte er ihm nicht, schonte selbst auf zarte Weise das Gefühldes Sünders vor den Ucbngen, die ihn und seinen schrecklichenEntwurf noch nicht kannten. Nicht durch Drohungen suchte erden Verdorbenen zu erschüttern wider solche Leidenschaft fruch-tet keine Drohung mehr! Nicht durch Bitten suchte er ihn zu be-wegen: die Unschuld, im hohen Gefühl ihrer Reinheit, beugt sichnie vor dem Bösewicht, der darin nur einen Triumph sähe. Nurmit ernster Freundesstimmc sprach Jesus zum kalten Herzen desVerräthers; nur durch furchtlose Ruhe, nur durch Edclmuth konnteer hoffen, den verbrecherischen Jünger zu entwaffnen. Judasaber, kalt und tückisch, ging in die Nacht hinaus und verriethseinen Heiland.

Gelassen wandte sich der Messias zu denen, die ihm treulieben. Er offenbarte ihnen seinen letzten Wunsch: er stifteteein Gedächtnißmahl seiner Person und seines Todes, der sonahe war.

Darum nahm er das Brod, dankte Gott, dem Geber, braches und gab cs den Jüngern und sprach: Nehmet und esset! dasist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen