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scher. Sic treiben nur eine feine Gaunerei; Ehre geht ihnenüber Ehrlichkeit.
Was verdorbene Grundsätze auörichtcn, vermögen auch laster-hafte Angewöhnungen des Körpers. Diese verwirren mit leiden-schaftlicher Gewalt den Geist, stumpfen ihn ab, und erzeugenim Menschen eine hartnäckige Widerspenstigkeit gegen alle Anre-gungen des Bessern. Mancher Wüstling sieht selbst voraus, daßer durch seinen Müßiggang, durch seine Verschwendungen endlichin die größten Verlegenheiten, in unvermeidliche Armuth undSchande-stürzen, wahrscheinlich, wenn nichts mehr übrig bleibt,mit Bankerot und Selbstmord enden werde. Aber er achtet keineVorstellungen, macht sich selber taub gegen Warnungen, ver-schließt seine Augen vor den Jammerthränen der Seinigen, undbeharrt in der Verstocktheit gegen die Heiligkeit der Pflichten.
Mancher Trunkenbold sieht die Zerstörung seiner Gesundheit,die Abspannung seiner Nerven, einen frühen und schauderhaftenTod voraus — aber er will dies nicht sehen, nicht wissen; erwill sein Gelüst, und sollte es ihm das Leben kosten; Alles istihm daneben gleichgültig. Mancher Wollüstling sieht das Elend,welches seine geilen Begierden gestiftet haben: aber er härtetsich entschlossen gegen die guten Rührungen ab, selbst wennsolche zuweilen sein Gcmüth ergreifen wollen; er verspottet feinGewissen selbst, wenn cs warnt. In unsinniger Wuth und Leiden-schaft sicht er gleichgültig seinen Körper verderben, zu früh undin Schmerzen veralten und zum Grabe reifen. Aber ein andererMensch werden will er nicht, lieber den Tod.
So führt Verstocktheit gegen das Gute zum schaurigen Unter-gänge, Viele zum Blutgerüst, Viele zum Selbstmord. DerStarrsinn der Leidenschaft will sein Opfer.
Gott! Gottl gerechter Gott! Behüte uns vor diesem gräß-lichen Wahnsinn, er dringe durch die Übeln, leidenschaftlichen