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3 (1853)
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Thiere eingetreten, welche für ihres Leibes Wohlsein athmcn, undnichts Erhabeneres, Herrlicheres kennen.

Worauf gründet sich der Triumph der Tugend? Daß sic hie-nieden in ihrer ganzen Größe von den Sterblichen anerkanntwerde? Nein, diejenige Tugend ist die gottähnlichste undgrößte, welche gleich der Gottheit im Verborgenen wirkt. IhrTriumph ist, das Ziel ihrer Bestimmung, die möglichste innereKraft erreicht zu haben, durch welche sie höherer Glückseligkeit tmReiche der göttlichen Schöpfung fähig werden kann. Die Ewig-keit bleibt ihre Hoffnung, ihre Palme!-O wer da meint,

daß seine Tugend nicht belohnt ward durch irdisches Glück, derkennt die Tugend noch nicht; der war nicht tugendhaft; der wandteverkehrte Mittel an. Er wollte für das Höchste das Niedrigstekaufen, wollte Kieselsteine cinkanfcn gegen Perlen. Nein, irdischesWohlsein steht mit der Tugend des Christen in keiner Verbin-dung ; Erdcnfreudcn und Erdcnleidcn haben mit der Vollkommen-heit meines unsterblichen Geistes keine Gemeinsamkeit; sie sindnie der Zweck eines gotterfüllten Gcmüthes, sondern nur, jenachdem sie erscheinen, Mittel für dasselbe, seine Kraft undThätigkeit nur auf mannigfaltigere Weise zu üben und durchUcbung zu erhöhen.

Und welches ist des Sünders Triumph? Kein anderer, alsder Triumph des Thieres, wenn es seine Nachstellungen, seineList, sein Lauern, sein Ausharrcn gelungen sieht, und endlichden erwünschten Rand in seinen Klauen gefangen hält.

Der Bösswicht ist ganz Thier, aber durch vorzüglichere Geistes-gaben nur das furchtbarste, listigste, grausamste. Er lebt nurfür diese Welt; er will nur in dieser gelten, gewinnen, wohlsein seine Begierden haben das Edlere in ihm schon erdrückt.Er ist unfähig, den Geist aus dem Druck sinnlicher Gelüste zurFreiheit zu erheben. Er ist Sklave seines Leibes, Sklave seines