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3 (1853)
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von jeder Sünde; eine Vermehrung meiner Kraft Uttv Hoheitüber die Anreizungen alles Irdischen; ein Streben, das, wasin mir als Unsterbliches lebt, mit großem Kräften auszurüstcn,cs ähnlich zu machen der Gottheit, von der cs stammt.

Wie der Säemann seinen Samen in die Erde senkt, daß erkeime, gedeihe und blühend hcrvorsteige, so senkte Gott in denStaub dieser Erde, in diesen Leib, den menschlichen Leib, auchden menschlichen Geist, einen Keim zu aller Vollkommenheit fähig,für ein ewiges Dasein und Blühen erkoren. Aber unser Geist hatauch das Vermögen freier Selbstthätigkeit. Durch diese muß ersich zur Vollkommenheit entwickeln. Verwahrloset er sie, so ersticktihn der Boden, in den er ausgcsäet war. Er bleibt unvollkommenund gering, und wird schlechter als er war, da ihn Gottes Hand,als Keim für die Ewigkeit, aussäetc.

Die höchste Selbstvcrvollkommnung des Geistes, die größteStärke und Kraft des Unsterblichen jn uns, ist also das Zielder Tugend. Das Ewige in uns lebt nur für das Ewige;das Geistige in uns für das Geistige. Darum sprach ChristusSammelt euch Schätze im Himmel, da sie weder Motten nochRost fressen. (Matth. 6, 20.)

So bin ich also tugendhaft um des in mir wohnenden ewigenGeistes willen, nicht für den gebrechlichen, hinfälligen, von mirbelebten Thcil Staubes willen, welchen ich meinen Leichnamnenne und in der Todesstunde abwcrfe. So bin ich also tugend-haft, um ein stärkerer, heiligerer, erhabenerer Geist zu werdenund zu sein, schon hier in der Erdenhüllc, mehr noch in demkünftigen, vollkommenem Leben; aber ich bin nicht tugendhaft,um meinen Gaumen mit feinem Speisen zu laben, mein Augean größer» Ehrenbezeugungen zu weiden, mein Ohr mit süßemSchmeicheleien füllen zu lassen, oder meinen Leib mit kostbaremGewändern zu bedecken, oder in prachtvollem Palästen zu betten.