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3 (1853)
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hafte Begierden mit dem Scheine des Anständigen und Recht-lichen zu verbinden; im Verborgenen wie ein eigennütziger Böse-wicht zu schwelgen, und öffentlich wie ein Edler zu sprechen undzu handeln; Andere zu täuschen wie sich selbst.

Es fehlt den Sterblichen nicht an Liebe und Hochachtung derTugend der größte aller Verbrecher ehrt sie; es gehört einWahnsinn dazu, das, was vollkommen ist, zu Haffenaber esfehlt den Sterblichen an Muth, sich selbst, ihre thierischen Ein-gebungen, ihre Leidenschaften, welche die Sinne kitzeln, zu über-winden, um tugendhaft zu sein. Daher sind sie böse, schwach,fehlerhaft; und doch, wollen sic nicht auf die öffentliche Hoch-achtung Verzicht thun, die dem edeln und guten Menschen ge-zollt zu werden pflegt. Sic hüllen sich in den Mantel der Dc-muth, um desto sicherer ihren stolzen Ehrgeiz zu verbergen; siehüllen sich in den Schleier der Unschuld und Reinigkeit, aberumarmen die Feindin derselben, die Wollust. S' heulen überdie Hartherzigkeit der Menschen, aber sie leihen wuchernd ihr Geldans schwere Zinse, und wo ein gemeinnütziges Werk zu thun ist,stehen sie bescheiden von fern, und entziehen sich, wenn sic esirgend mit Anstand können.

So gewöhnen sie sich, in ihrer niedrigen Denkart zuletzt ver-loren und verhärtet, mit dem Schein vorlieb zu nehmen, undim Stillen dasjenige zu denken und zu thun, was ihren Lüstenam meisten entspricht. Sie werden Heuchler und Meißner, über-tünchte Gräber, wie Jesus sie nennt, der erhabene Menschen-kenner. (Matth. 23, 27.)

Daher soll es uns nicht wundern, daß so Viele über die Leidendes Lebens klagen, daß so Wenige mit der Welt zufrieden undin sich selbst wahrhaft glücklich sind! Die Unglücklichen, sieheucheln den Schein der Gesundheit, während sie sich im Stillenmit ihren Lastern vergiften, und zuletzt elend unterliegen. Wahr-