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der Tugend rauben, und der stete Wechsel dessen, was vom Ir-dischen stammt, soll mich nicht irre machen an der Unwandelbar-keit alles Göttlichen, was, vom Ewigen stammend, dessen Naturträgt. Und würden mich jemals in unbewachten Augenblickenmeine Sinne verwirren, meinen Glauben erschüttern, meine tief-sten Überzeugungen verdunkeln: ich werde auf Dich blicke»,heiliges Urbild menschlicher Vollendung, und meine Kraft sollsich an Dir wieder aufrichten. Amen.
II
Des Heuchlers Leben.
1. Joh. 3, 18.
O Du, der Wahrheit Quell, Du LichiOhn' alle Finsternisse!
Nichts ist, was eine Zunge spricht,
Das, Gott, Dein Geist nicht wisse.
Zu jeder Zeit, an jedem Ort,
Hörst Du, Allhörcr, jedes WortDes Redlichen und Heuchlers.
Aus Helle Mittagslicht hervorDringst Du der Zunge Sünden;
Die Falschheit hricht, wie mürbes Rohr.
Und wird den Rächer finden.
Der Glcißncr lächle immerhin,
Er findet die Vergelterin,
Er findet eine Zukunft!
Nein sei denn meines Herzens GrundVor Dir in Heller Klarheit;
Und jedes Wort aus meinem MundUnd jeder Blick voll Wahrheit.
Wozu mehr scheinen denn, als sein?
Ich will nur, was ich sein kann, sein;
Nur so gibt Gott mir Gnade!