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3 (1853)
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Haupte», er habe jene Scclcngrößc, die ihn über den gemeinenHaufen der Menschen erhebt, die gern das Gegenthcil von Allemthun würden, wenn sie es ohne Gefahr begehen dürften?

Eine ähnliche Sprache führten schon längst alle diejenigen,welche sich es in ihrer Religion bequem machen wollten, weilsie für das Höhere zu wenig Kraft in sich fühlten. Schon zuChristi Zeiten waren dies die Grundsätze der Pharisäer undSchriftgelchrten. Darum erklärte Jesus laut: Es sei denn eureGerechtigkeit besser, als die ihrige, sonst werdet ihr nicht in dasHimmelreich kommen. Es ist nicht genug, daß ihr Keinen be-stehlet, betrüget oder tödtet; nein, ihr sollt selbst eure Feindelieben. Es ist nicht genug, daß ihr keine Ehebrecher seid; nein,ihr sollt selbst in Gedanken kein anderes Weib begehren. Es istnicht genug, daß ihr keinen falschen Eid schwöret, oder keinenSchwur brechet; nein, ihr sollt selbst im Kleinsten euer Worthalten. So unterschied unserer göttlicher Weltlehrer die bloßeBeobachtung bürgerlicher Landesgesetze von der Befolgung derhöher», innern Gesetze, die Gott den Geistern gab. Nicht Eigennutz und Ehrbcgier, sondern Liebe des höchsten, vollkommenstenWesens muß die Quelle unserer Thaten sein, wenn sie den Na-men der tugendhaften verdienen sollen.Ich nehme nicht Ehrevon den Menschen," sprach Christus,aber ich kenne euch,daß ihr nicht Gottes Liebe in euch habet." (Joh. 5,41. 42.)

Es find Andere, welche in die ganz entgegengesetzte Meinungund in den entgegengesetzten Fehler verfallen. Sic behauptenund sprechen:Nur der Glaube macht selig; die Werke helfenuns nicht. Wer Jesum liebt, nur durch sein Verdienst dieGnade Gottes erwirbt, der hat die wahre Religion." Dasist die Meinung vieler frommen Leute. Sic ringen also durchGebet,, durch äußere und innere Verehrung Gottes, durch reine