sehr schwach, als schon wieder die Wuth der Juden gegen ihnausbrach. Vernichtet sollte er werden, damit das Gesetz Mofisnicht unter der neuen Lehre verderbe. Der Pöbel wüthetc aber-mals : Stephanus ward mit Steinen zerschmettert, bis er denGeist aufgab. Umsonst; Jesn Wort siegte, denn es sollte währenbis in die Ewigkeit. Und der schrecklichste aller Verfolger desChristennamens, ein Mann von Mitteln, großer Beredsamkeit,unterstützt durch alle jüdischen Parteien, bekleidet mit dem römi-schen Bürgerrecht — Saulus, der die Anhänger Jesu auch ausihren geheimsten Schlupfwinkeln hcrvorzuziehen wußte, er selbstmußte Gottes Werkzeug werden zur Verbreitung der Jcsuslchrcn.Er selbst, überwunden, ward der Bruder, der Beschützer, derFürsprecher derer, die er einst verfolgt hatte, und trug mitihnen ihre Leiden, litt mit ihnen ihren Märtirertod für dieWahrheit des göttlichen Wortes.
Je mehr sich die Zahl der Christen vergrößerte, je allgemeiner,je strenger ward ihre Unterdrückung. Sie mußten Vaterhausund Verwandte, Freunde und Vaterland verlassen — ausgestoßcn,wie Verbrecher, unter fremden Völkern umherirrcn; aber dieswar Gottes Wille, dies die weise Leitung der ewigen Vorsehung.Unter Nationen, die den Namen Jesu nie vernommen, erscholler nun zum erstenmal. Die Heiden verließen ihre Tempel, ihreGötter, ihre wollüstigen Feste, und beteten zum Ewigen, zumSchöpfer des Weltalls, znm Geist der Geister. Mächtige nahmenKncchtsgcstalt an; Reiche warfen Gold und Purpur von sich,um Jesu Diener zu werden und die göttliche Lehre zu predigen.Je mehr Verfolgung, je mehr Ausbreitung; je mehr Scheiter-haufen und Märtirertode, je mehr der entzückten Bekenner; jemehr Untergang einzelner frommer Gemeinden, je mehr Auf-blühen des christlichen Glaubens.
Kriege verwüsteten die Welt. Die Völker der Erde, von