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hnltgen Schriften verwenven sollten; die aus den Geschichten derVorzeit und den alten Sprachen sich helleres Licht über Allesverschaffen müssen, was mit dem Laufe der Zeiten in der heiligenSchrift dunkel geworden; die eben deswegen Ausleger des gött-lichen Wortes für uns werden, und deren Erklärungen wirGlauben beizumcsscn haben, weil nicht Jedermann Zeit und Ge-legenheit genug besitzt, sein ganzes Leben diesen Wissenschaftenzu weihen. Selbst diese Lehrer der christlichen Kirchcnanstalt ver-dienen noch aus zweifachem Grunde unsere Verehrung; einmal:weil Jesus mit klaren Worten seine Jünger eines hohem Bei-standes — der sic in alle Wahrheit einführen würde — versicherte(Joh. 14, 16.17.); dann: weil diese erleuchteten Lehrer hier denetwa dunkeln Sinn aus der Ursprache der heiligen Urkunde deu-ten; dort durch Erforschung der kirchlichen HauSgcschichte Kcnnt-niß geben, welchen Sinn schon die Apostel und ihre Amtsnach-folger mit den uns dunkel gewordenen Ausdrücken verbundenhaben. ,
Daher ist cs ferner gekommen, daß Viele, die ohne allenöthigc Vorkenntniffe und Einweihung sich angemaßt haben, dieheilige Schrift zu lesen und zu erklären, in schädliche Vorstel-lungen, in verderbliche Jrrthümer und Schwärmereien gerathcusind, wodurch sie die Einfalt und Wahrheit des Christcnthumsentstellt haben. — Daher ist cs gekommen, daß bei den verschie-denen Auslegungen sich in der christlichen Kirche allerlei Glaubens-und Rcligionsparteicn erzeugt haben, von welchen jede mit Zu-versicht glaubt, daß sie im alleinigen Besitz der Wahrheit sei,und auf unchristliche Weise die andern verdammt, welche dasheilige Wort anders erklären.
Aller Zwiespalt aber, und das muß aller' Christen höchsteBeruhigung sein, ist bei den verschiedenen Erklärungen der Schriftnicht über die seligmachende Lehre Jesu selbst, nicht über das