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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Fremde alle Blicke auf sich. Wer konnte wohl in diesem vor-nehmen Manne den Aufrührer eines rohen Pöbelhaufens wie-dererkennen, ihn, der einst in Magda Wildfeuers Lumpen ge-hüllt, jene furchtbare Rache übte- Es war unmöglich; sollteauch einer seiner früheren Bekannten die Spanne Zeit über-lebt haben, die Uebelthätern zugemeffen zu sein pflegt- Ueber-dics war die ganze Sache so gut als vergessen, und Stauntondurste keine Entdeckung fürchten. Allein mit welchen Ge-fühlen betrat er dennoch den Schauplatz seiner früheren Ver-wegenheit! Es war ein Gegenstand von nicht geringerBedeutung, der ihn vermocht hatte, so peinlichen Erinnerun-gen zu begegnen.

Auf Jeanie's Bericht an ihre Schwester hatte Stauntonsich nach Carlisle begeben, und dort den Beichtiger der Mar-garetha Murdockson, den Archidiaconus Fleming noch am Le-ben gefunden- Diesem würdigen Manne hatte er entdeckt,er sei der Vater des Kindes, welches einst von der wahnsin-nigen Magda geraubt worden. Nachdem der Geistliche sichalle früheren Umstände wieder in's Gedächtniß gerufen, erin-nerte er sich, daß Margaretha vor ihrem Tode einen Briefan Georg Staunton nach Willingham geschrieben, und er ihnnach diesem Orte abgesandt, von dem dortigen Pfarrer, HerrnStaunton, aber den Brief zurückerhalten, mit dem Bemerken,es sei ihm keiner jenes Namens bekannt.

Da dies gerade in der Zeit geschehen war, als Georg zumzweitenmal der Heimath entfloh, um Effie der ihrigen zu ent-führen, konnte er sich leicht erklären, weshalb sein erzürnterVater ihn ganz und gar verläugnet hatte.

Der Brief, der ihm jetzt von dem Geistlichen eingehändigtwurde, enthielt eine genaue Beschreibung jener Zigeunerin An-naple Bailzou genannt, der das Kind übergeben worden, und