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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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hin in diesem vergeblichen Gram. Johann, Herzog von Ar-gyle und Greenwich, starb im Jahre i?4s, allgemein bedauert,doch von Niemand mehr, als von Butlers, denen er ein soausgezeichnetes Wohlwollen bewiesen. Ihm folgte sein Bru-der, der Herzog Archibald. Mit diesem standen sie zwar nichtin so genauer Verbindung, doch gewährte er ihnen ebenfallsseinen Schuß. Dies wurde bald nöthiger als je; denn nachder unterdrückten Empörung des Jahres 174s wurde die Ruhedes an die Hochlande grenzenden Gebiets sehr gestört. Räu-berisches Gestndel warf sich in die unzugänglichen Gebirgspässe,und plünderte von dort aus das Land.

Die Geißel des Kirchspiels von Knocktarlitie war ein ge-wisser Donacha oder der schwarze Duncan. Er war ursprüng-lich ein herumziehender Kesselflicker gewesen, als aber der Bür-gerkrieg alle öffentliche Ordnung zerstörte, hatte er sein Ge-werbe aufgegeben, und war aus einem halben Dieb ein gan-zer Räuber geworden. Und da er meistens an der Spitzevon drei oder vier rüstigen jungen Burschen erschien, und selbstlistig, verwegen und wohlbekannt mit dem Gebirge war, trieber sein neues Handwerk mit beträchtlichem Vortheil für sich,und zum großen Schaden Anderer.

Man glaubte in der Gegend, daß Duncan von Knockdun-der seinen Namensvetter Donacha wohl hätte zu Paaren trei-ben können, wenn es ihm nur darum zu thun gewesen wäre;denn es befand sich in dem Kirchspiel eine Anzahl starker jun-ger Leute, die früherhin mit dem Hauptmann unter Argyle'sFahnen gedient, und sich bei manchen Gelegenheiten sehr ta-pfer bewiesen hatten. Da nun Niemand an Knockdunder'sMuth zweifelte, so hielt man dafür, Donacha habe Mittel ge-funden, sich seine Gunst zu erwerben; etwas nicht Ungewöhn-liches zu jener Zeit und in jenem Lande- Dies gewann um