den finstern Gedanken zurückbringen, die ihn zuweilen sichselbst und Andern schrecklich machen. Doch sei unbesorgt, Jea-nie, er ist dessenungeachtet immer noch gut gegen mich."
„Du wirst Dich über meine Fortschritte im Styl und Schrei-ben wundern. Ich hatte die besten Lehrer, als ich im Auslandewar, und gab mir viel Mühe, ihm gefällig zu sein. Er istgut, Jcanie, nur ist Vieles, was ihn quält, besonders wenner in die Vergangenheit zurückblickt. Mir erscheint bei einemsolchen Rückblick mindestens ein tröstendes Licht — die groß-müthige Handlungsweise einer Schwester, die mich nicht ver-ließ, als Alles mich verlassen hatte- Dir wurde Dein Lohndafür. Du lebst glücklich in der Achtung und Liebe Aller, dieDich kennen, während ich das Leben einer elenden Betrüge-rin dahinschleppe, und mein Ansehen in der Welt einem Ge-webe von Lügen verdanke, das der kleinste Zufall zerstörenkann. Seitdem er in sein Erbe getreten, hat er mich seinenFreunden als die Tochter eines verwiesenen schottischen Edel-manns vorgestellt, welche in einem Kloster erzogen worden.Und wirklich habe ich eine Zeitlang in einem Kloster gelebt."
„Wenn aber ein Schotte sich mir nähert und nach meinenFamilienverbindungen fragt, und sein Auge mit dem Aus-druck der tödlichsten Angst auf mich gerichtet ist, wird es mirschwer, mich nicht zu verrathen in meiner Bangigkeit. Undo, wenn ich jemals diese Schmach über ihn bringe, wird ermich hassen, er wird mich tödten, so sehr er mich liebt; denner ist jetzt ebenso eifersüchtig auf seine Ehre, als er frühersorglos hinsichtlich derselben war."
„Ich bin nun seit vier Monaten in England, und habeDir schon immer schreiben wollen, cs aber nie gewagt, ausFurcht, der Brief könne in fremde Hände gerathen. Doch jetztmuß es geschehen, selbst auf diese Gefahr; In vergangener