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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Du glücklich genug sein! Niemals, bis Du in den Himmelkommst, wo alle so gut sind, wie Du selber. Jeanie, wennich lebe und es mir wohlgeht, sollst Du von mir hören; wonicht, vergiß, daß je ein Geschöpf lebte, Dich zu kränken!Lebe wohl! O, lebe wohl!"

Sie entriß sich den Armen ihrer Schwester, eilte zu ihrem Gat-ten, und Beide waren augenblicklich im Gebüsch verschwunden.

Es war Jeanie, als erwache sie aus einem Traum. Nur derRuderschlag, den sie bald darauf vernahm, und das kleine Boot,welches sie jenem früher erwähnten Schleichhändlerschiffe zu-eilen sah, überzeugten sie von der Wirklichkeit des Vorganges.

Diese Zusammenkunft hatte eben so viel Schmerzliches alsErfreuliches für Jeanie gehabt. Doch wußte sie wenigstens,daß Effie rechtmäßig verheirathct und ihr Mann entschlossensei, den Pfad des Lasters zu verlassen, und dies gewährte ihreinigen Trost. Archibald, durch ihr langes Ausbleiben beun-ruhigt, kam ihr bereits entgegen, als sie sich dem Hause nä-herte- Kopfweh diente ihr zur Entschuldigung, sich sogleichzurückzuziehen, um ihre sichtbare Gemüthsbewegung zu ver-bergen.

Durch diese frühere Entfernung wurde ihr ein unangenehmerAuftritt erspart, der sich bald darauf ereignete. Knockdunder'sSchiffchen war gegen ein anderes Boot gefahren und umge-worfen worden, ein Vorfall, den die Trunkenheit des Haupt-manns und sämmtlicher Mannschaft veranlaßt. Er selbst undeinige seiner Gäste, die er mit herüberbrachte, die Lustbarkeitdes Tages in seinem Hause zu beschließen, hatten ein tüchti-ges Bad bekommen- Da die Schiffer des fremden Boots sieaber sogleich wieder aus dem Wasser zogen, fand weiter keinVerlust dabei statt, als daß Duncan's Tressenhut in's Was-ser fiel.