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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Seite
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und ärgerlich auf sich selbst, daß er sich über die ganze Sacheärgerte.

Bei seiner Heimkehr fand er sich von dem Geschäftsführerdes Herzogs, der noch Einiges mit ihm abzumachen hatte,nach Edinburg berufen. Nachdem er mit diesem über seineeigenen Angelegenheiten gesprochen, befragte er ihn über denkirchlichen Zustand seines künftigen Wohnorts. Jener sagteihm unter andern, der Herzog habe einem sehr braven jungenGeistlichen, Namens Rüben Butler, die Pfarrstelle des dorti-gen Kirchspiels zugedacht.

Rüben Butler!" rief Deans.Rüben Butler, der Schul-gehülfe zu Libberton?"

Derselbe. Seine Durchlaucht hat sehr viel Gutes vonihm gehört, und hat einige Verpflichtungen gegen ihn. DerHerzog ist gesonnen, ihn sehr gut zu stellen."

Verpflichtungen! Der Herzog! Rüben Butler!^rief Deans einmal über das andere in höchstem Erstaunen,denn Butler's bisheriges Mißlingen aller seiner Unterneh-mungen hatte ihn diesen als einen jener Stiefsöhne desGlücks betrachten lassen, die zu verfolgen es nimmer ermüdet-

Man findet sich vielleicht nie so geneigt, vortheilhaft voneinem Freunde zu denken, als wenn man ihn in der Mei-nung Andrer höher stehn sieht als man glaubte. DavidDeans, von der Wirklichkeit dieses glücklichen Wechsels über-zeugt, lobte jetzt Butler gar sehr, und schrieb sich einen großenTheil seines Gelingens zu. Er habe seiner Großmutter, dienur eine einfältige Frau war, gerathen, ihn zum geist-lichen Stande zu erziehn, sagte er, indem er vorher gesehen,der junge Mensch würde einst ein reiner Pfeiler im Tempelwerden.

David Deans mochte sich gern ein Ansehen geben. Er