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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
Entstehung
Seite
69
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Es war Archibald'S Absicht, das erstandene Gut ganz undgar zu verbrennen; die wirthschaftliche Jungfer Dutton ret-tete jedoch einen Theil davon- Es sei Schade, sagte sie, soviel gutes Papier zu verderben, welches zu Haarwickeln undandern nützlichen Dingen zu gebrauchen sei- Sie wolle esschon in ihren eigenen Koffer legen, daß es Jcanie nicht vorAugen käme.

Kurz vor Glasgow, wo Jeanie sich von ihren Begleiterntrennen sollte, empfing Archibald eine Botschaft von des Her-zogs Geschäftsführer in Edinburg. Er theilte hierauf Jeanieeinen veränderten Reiseplan mit, nach welchem sie, wie ervorgab, zwar auf einem größern Umwege, aber sicherer zur Hei-math gelangen würde- Die Sehnsucht nach ihren Freundenließ sie jedoch nicht sogleich einwilligcn, bis Archibald ein Zet-telchen von des Herzogs eigner Hand aus der Tasche zog, woriner sie bat, seinem Diener noch über Glasgow hinaus zu folgen,und keine Fragen an ihn zu thun wegen dieser Veränderung.

Jeanie war in Bcsorgniß gewesen, es habe sich etwas Trau-riges ereignet, das man ihr zu verhehlen wünsche, und manhalte sie deshalb so lange von der Heimath zurück- Archibaldhatte ihr jedoch versichert, so viel er wisse, befänden alle ihreFreunde sich wohl. Und da sie dem Herzog zu viel schuldigwar, um sich seinem bestimmt ausgesprochenen Willen zu wider-setzen, folgte sie schweigend wohin ihre Begleiter sie führten.

Der Weg zog sich an dem Fluß Clpde hinauf- Aus tau-send und tausend herrlichen Gesichtspunkten stellte sich ihnendie Gegend dar, indem sie das Ufer des edlen Stroms ver-folgten. Schon begann er je mehr und mehr anzuschwellenund die Würde eines großen schiffbaren Gewässers anzuneh-men, das bald sich dem weiten Meere verbünden wird. DerEinfluß der Ebbe und Fluth ward immer sichtbarer. Der