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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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schicken, und wir müssen auch an ein Geschenk sür sie denken,da sie mir viel Liebes und Gutes erzeigt.

Der Herzog wird die Begnadigung durch einen Eilbotenschicken, und ich reise mit etlichen von seinen Leuten bis nachGlasgow, und von da ist es dann nicht weit mehr bis zu derlieben Heimat-, wornach mich so sehr verlangt. Möge derGeber alles Guten Euch behüten, lieber Vater, dies ist dasinnige Gebet Eurer gehorsamen Tochter

Jeanie Deans."

Der dritte Brief war an Butler. Sie gab ihm ebenfallsNachricht von dem glücklichen Erfolg ihrer Reise, und wieviel seine Empfehlung dazu beigetragen. Der Brief seinesVorfahren, schrieb sie, habe großen Eindruck auf den Herzoggemacht, und er Butler's Namen in seine Schreibtasel einge-tragen, woraus hervorzugehen scheine, er wolle ihn bei Kir-chen oder Schulen versorgen. Sie meldete ihm, daß sie jetztreichlich mit Gelde versehen sei, sie bäte ihn daher, sich nichtsabgehen zu lassen, was zu seiner Gesundheit diene; denn wo-zu solle dem Einen das Geld, wenn es dem Andern fehle.Sie sage dies nicht, ihn an etwas zu erinnern, was er viel-leicht vergessen wolle, im Fall er nun, wie gesagt, zu einerKirche oder Schule käme; sie hoffe aber, setzte sie hinzu, eswerde eine Schule sein, wegen der vielen Schwierigkeiten derEide und anderer kirchlichen Angelegenheiten, mit denen ihrguter Vater nicht so ganz zufrieden sein möchte. Es thäteihr Leid, sagte sie, nicht zu wissen, welche Bücher Butler be-dürfe, denn hier hätte man ganze Häuser voll davon, undwüßte gar nicht damit zu bleiben, so daß man sie in denStraßen aufstclle, und sehr wohlfeil verkaufe. Mit eineminnigen Lebewohl schied sie von ihrem Freunde.

Nach einem so bedeutenden Tage legte sich nun Jeanie zur