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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Es war ganz gewiß die Königin Caroline," erwiederteder Herzog.Bist Du nicht neugierig zu sehen, was in demEiui ist?"

Glauben Sie, Herr, die Begnadigung werde darin sein?"fragte Jeanie mit dem raschen Eifer der Hoffnung.

Nun, vas wohl nicht. Dergleichen Dinge pflegen sie nichtbei sich zu tragen. Und Ihre Majestät sagten ja auch, nurder König und nicht sie, könne die Begnadigung gewähren."

Es ist wahr; aber mein Kopf ist mir so verwirrt. Undglauben Euer Gnaden denn, daß Effie's Rettung gewiß ist?"fuhr sie fort, das ungeöffnete Etui in der Hand haltend.

Nun Könige und stätische Pferde sind schwer zu beschla-gen, sagen wir in Schottland. Aber feine Frau weiß mit ihmumzugehn, und ich hege nicht den mindesten Zweifel an derSache.

O Gott sei Dank! Gott sei Dank!" rief Jeanie;undmöge es der guten Königin nie an der Zufriedenheit mangeln,die sie mir in diesem Augenblick gibt! Und Gott segneauch Sie, Mylord! Ohne Ihre Hülfe wäre ich niemals vordas Angesicht der Königin gekommen."

Die Gefühle der Freude und Dankbarkeit waren so mäch-tig in Jeanie, daß sie darüber des Geschenks der Königinvergaß. Der Herzog mußte sie nochmals erinnern, das Etuizu öffnen. Sie that es endlich, und fand die gewöhnlichenErfordernisse zu weiblichen Arbeiten, Zwirn, Nähnadeln, eineScheere und dergleichen, in dem Scitentäschchen war eineBanknote von fünfzig Pfund.

Als der Herzog Jeanie von dem Werth dieses Papiers un-terrichtet hatte, äußerte sie ihr Bedauern über den vorgefal-lenen Jrrthum. DaS«Etui selbst, sagte sie, mit dem NamenCaroline," vermuthlich von der Königin eigner Hand, darin