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wir für uns selbst, sondern was wir für Andre gethan haben,woran wir mit Freuden denken mögen. Und der Gedanke, daßSie sich für das Leben einer armen Unglücklichen verwendet,wird Ihnen süßer sein in jener Stunde, sie komme wenn siewolle, als hätte ein Wort aus ihrem Munde die ganze Por-teous-Rotte an einem einzigen Strick aufgehängt."
Thräne auf Thräne floß Jeanic's Wange herab, ihr Ant-litz glühte und ihre Lippe bebte von der heftigen Bewegungihres Gemüths, indem sie die Sache ihrer Schwester in einereben so einfachen als feierlich rührenden Sprache vertheidigte.
„Dasnenne ich Beredsamkeit," sagte die Königin zumHerzogvon Argple. — „Mein Kind, ich selbst kann DeinerSchwesterkeineBegnadigung gewähren, — sei jedoch meiner eifrigen Verwen-dung bei Seiner Majestät gewiß. Nimm dies," fuhr sie fort, in-dem sie Jeanie ein kleines gesticktes Etui in die Hände gab; „öffnees jetzt nicht, bei mehrerer Muße wirst Du etwas darin finden, Dichzu erinnern, Du habest mit der Königin Caroline gesprochen."
Diese Worte bestätigten endlich Jeanic's Vermuthung; siewarf sich auf die Kniee nieder im Begriff ihre Dankbarkeitausströmen zu lassen. Allein der Herzog, der wie auf Dor-nen stand, sie könne mehr oder weniger sagen, als eben rechtsei, legte die Hand noch einmal an's Kinn.
„Unser Geschäft ist nun wohl beendet, Mylord," sagte dieKönigin, „und ich glaube zu Ihrer Zufriedenheit. Ich hoffeEure Durchlaucht künftig öfter zu sehn, sowohl zu Richmondals zu St. James. — Kommen Sie, Lady Suffolk, wir müs-sen dem Herzog Lebewohl sagen."
Sie begrüßten sich gegenseitig, die beiden Frauen entfern-ten sich, der Herzog half Jeanie sich vom Boden erheben, undführte sie, die mit dem Gefühl einer im Schlafe wandelndeneinherschritt, den Weg zurück, den sie gekommen war.