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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
Entstehung
Seite
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in eine Erklärung einzulaffen, oder der Befehle seines Herrnzu erwähnen.

Im Wagen setzte sich Herr Archibald auf die Rückseite, Jeaniegegenüber; und sie fuhren eine Zeitlang mit einander, ohne einWort zu wechseln. Beinahe eine halbe Stunde war so vergan-gen, und es schien Jeanie, sie habe bereits einen größern Raumdurchmeffen, als auf ihrem srühern Wege nach der Wohnungdes Herzogs von Argyle. Sie konnte endlich nicht umhin,ihren schweigsamen Gefährten zu fragen, wohin sie führen.

Mein Herr, der Herzog, wird es Ihnen selbst sagen/' er-wiederte Archibald mit derselben feierlichen Höflichkeit, die erin seinem ganzen Benehmen zeigte. Beinahe in demselben Au-genblick hielt der Wagen an, der Kutscher stieg ab, und öff-nete die Wagenthür. Archibald stieg aus, und half Jeanieebenfalls aussteigen. Sie sah sich außerhalb der Stadt, aufeiner Stelle, wo zwei große Straßen in einander liefen. DemWege, auf dem sie gekommen, gegenüber stand ein feiner abereinfacher Wagen mit vier Pferden bespannt, es war keinWappen daran, die Diener trugen keine Livree.

Du bist pünktlich gewesen, Jeanie, sehe ich," redete derHerzog sie an, als Archibald die Wagenthür öffnete.Denübrigen Theil des Weges bin ich Dein Gefährte. Archibaldwird mit der Miethkutsche hier bleiben bis wir zurückkommen."

Ehe Jeanie antworten konnte, fand sie sich, zu ihrer nichtgeringen Verwunderung, an der Seite des Herzogs in einemleicht und sanft dahinrollenden Wagen, merklich verschiedenvon dem rüttelnden, schleichenden Fuhrwerk, dem sie so ebenentstiegen war.

Mein Kind," sagte der Herzog,nach längerem ernstli-chen Nachdenken über Deiner Schwester Angelegenheit bin ichstets der Meinung, es könne durch ihre Hinrichtung eine große