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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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es würde nicht schicklich für ihn sein, mich zu Hierathen, nunsolch eine Schmach über mich und die Meinigcn gekommen."

Du bist ein wunderliches Mädchen," sagte der Herzog.Du scheinst an alle Andre eher als an Dich zu denken.Und bist Du wirklich zu Fuß von Edinburg hierhergekom-men, diese hoffnungslosen Bitten zur Rettung Deiner Schwe-ster zu versuchen?"

Nicht ganz und gar zu Fuß, Herr. Ich bekam zuweileneinen Platz auf einem Frachtwagen, und von Ferrybrpdgehatte ich ein Pferd, und dann in der Landkutsche"

Laß das gut seinunterbrach sie der Herzog.Wel-chen Grund hast Du, Deine Schwester unschuldig zu glauben?"

Daß sie der Schuld nicht überwiesen worden, wie ausdiesen Papieren hervorgeht."

Sie übergab ihm die Papiere mit den Aussagen der Zeu-gen und der Erklärung ihrer Schwester. Butler hatte sich so-gleich nach Jeani's Abreise eine Abschrift davon zu verschaffengesucht, und sie durch Sattelbaum nach London an Frau Glasbefördern lassen, so daß Jeanie diese für ihr Anliegen so noth-wendigen Schriften bei ihrer Ankunft bereits vorfand.

Setze Dich unterdessen dorthin, mein Kind," sagte derHerzog,ich will dies durchsehen."

Sie gehorchte, und spähte mit der höchsten Angst nach je-dem Wechsel seiner Miene, während er die Papiere schnell,aber mit Aufmerksamkeit durchging, und einige Stellen an-strich. Nachdem er gelesen, blickte er auf, und war im Be-griff, etwas zu sagen. Er änderte jedoch seinen Vorsatz, alsbefürchte er seine Meinung allzu rasch auszusprechen, unduberlas einige Stellen noch einmal, welche er als die wich-tigsten bezeichnet. Alles dies geschah in sehr kurzer Zeit;denn er besaß jenen scharfen geistigen Blick, der mit dem leuch-