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»Dein Leben!" sagte der Vater mit kummervollem Ernst,„welch ein Leben ist dies gewesen? — Deine Seele! WelcheSorge hast Du je für das Heil derselben getragen? BemüheDich, Beides zu bessern, ehe Du sie zu Bürgen Deiner Auf-richtigkeit stellst."
„Bei meiner Ehre, Vater, Sie thun mir Unrecht, ich binschlechter gewesen, als Worte es auszudrücken vermögen, hieraber thun Sie mir Unrecht. Bei meiner Ehre, es ist so!"
„Deine Ehre!" wiederholte Herr Staunton, und mit ei-nem Blick der tiefsten Verachtung wandte er sich zu Jeanie.»Von Euch fordere und erwarte ich keine Erklärung; dochals Vater und Geistlicher befehle ich Euch, das Haus sogleichzu verlassen. Wenn Eure seltsame Geschichte etwas Anderesgewesen ist, als ein Vorwand hier Einlaß zu erhalten — wasich bezweifle — so findet Ihr einen Friedensrichter in gerin-ger Entfernung von hier, bei dem Ihr Eure Klage schicklicherals bei mir anbringen könnt."
„Dies darf nicht sein," rief Georg aufspringend. „Vater,Sie find gut und menschlich, und sollen sich meinetwegen nichthart und grausam zeigen. — Werfen Sie jenen Schurken vonAufpasser hinaus," — er deutete auf Thomas — „und schaf-fen einige Hirschhorntropfen oder ein anderes Mittel gegenOhnmacht herbei, und ich will Ihnen in zwei Worten die Ver-bindung zwischen mir und diesem Mädchen erklären. Sie sollihren guten Namen nicht durch mich verlieren. Ich habe schonzu viel Unglück über sie und die Ihrigen gebracht, und ich weißnur allzu wohl, was es heißt, seinen Ruf verloren zu haben "
»Geh hinaus," sagte der Geistliche zu dem Bedienten; erschloß die Thür sorgfältig hinter ihm und wandte sich dannan seinen Sohn. „Nun, welchen neuen Beweis DeinerSchande hast Du mir zu geben."