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Pflicht von ihm fordere; denn er sei Friedensrichter sowohlals Geistlicher.
»Euer Gnaden" — Euer Ehrwürden mochte sie nicht sa-gen — »find sehr gütig," war Alles, was die arme Jeaniezuerst hervorbringcn konnte.
»Wer bist Du?" fuhr der Geistliche mit entschiedeneremTone fort; „und was hast Du in dieser Gegend zu schaffen?— Wir dulden keine Landstreicher."
„Ich bin keine Landstreicherin, Herr," sagte Jeanie, einwenig aufgeregt durch diese Beschuldigung. „Ich bin einschottisches Mädchen von ordentlichem Herkommen und reisedurch das Land in meinen eigenen Angelegenheiten und aufeigene Kosten. Ich war so unglücklich, auf schlechtes Gesindelzu stoßen, und eine Nacht von ihnen zurückgehalten zu wer-den. Dies arme Geschöpf, welches nicht recht bei Verständeist, brachte mich am Morgen fort."
Herr Staunton fragte genauer nach, und sie erzählte ihmden Vorfall mit allen Einzelheiten.
«Dies ist eine seltsame und nicht sehr wahrscheinliche Ge-schichte," sagte er. „Hier ist nach Deiner Aussage eine Ge-waltthat verübt worden, ohne daß sich irgend ein Grund fürdieselbe angeben läßt. — Kennst Du auch das Gesetz desLandes, daß Du die Klage durchführen mußt, wenn Du miteiner solchen Beschuldigung auftrittst?"
Jeanie verstand dies nicht recht. Auf seine Erklärung er-wiederte sie ihm aber, ihr Geschäft in London erfordere diehöchste Eile, sie verlange nichts als sicheres Geleit bis zu ei-ner Stadt, wo sie Pferde und einen Führer miethen könne.Auch glaube sie, ihr Vater würde cs seiner Ueberzeugungnach nicht gern sehen, wenn sie in diesem Lande gerichtlichesZeugniß ablege.