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„Darin würde doch mehr Verstand sein, als daß Ihr hierEuer Müthchen an zwei Weibsbildern kühlt, die Euch undEurer Tochter kein Leid gethan."
„Kein Leid?" rief die Alte. „Und er heirathet das Un-kraut, sobald sie nur wieder auf freien Füßen ist!"
„Da er Euer Unkraut nun einmal nicht heirathen wird,so sehe ich nicht, was es Euch angeht," — sagte er mit Ach-selzucken. „Wo's etwas zu fischen gibt, gehe ich so weit alsEiner, aber ich kann's nicht leiden, um nichts und wiedernichts Böses thun."
„Und ist die Rache nichts? — Die Rache, der süßesteLeckerbissen aus der Hölle?"
„Der Satan mag ihn selbst verzehren, mir gefällt dieBrühe nicht, mit der er ihn anrichtet."
„Rache!" fuhr die Alte fort; „Rache! Es ist der beste Lohn,den der Teufel hier und dort gibt. Ich habe mich schwer dar-um gequält, ich habe darum gesündigt, und ich will sie haben,oder keine Gerechtigkeit ist weder im Himmel noch in derHölle!"
Franz hatte unterdessen seine Pfeife angezündet, und hörtemit großer Ruhe die wilden, wutherfüllten Rasereien es al-ten Weibes an. Er war durch seine Lebensweise zu verhär-tet, um ein Aergerniß daran zu nehmen, zu gleichgültig undvielleicht zu geistlos, die Kraft derselben zu empfinden.
„Aber, Mutter," fing er nach einigem Stillschweigen an,„ich sag' es noch einmal, wenn Ihr so begierig nach Racheseid, solltet Ihr sie an dem jungen Kerl selber nehmen."
„Ich wollte, ich könnt' es," erwiederte sie, und zog denAthem an sich mit der Gier einer Durstenden, die das Trin-ken nachahmt; „ich wollte ich könnt es, — aber nein, ichkann's nicht, — ich kann's nicht "
„Und warum nicht? Ihn um die schottische Geschichte