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ein großer eiserner Geldkasten sichtbar wurde. Er that auchdiesen auf, zog zwei oder drei Schieber heraus und zeigte ihr,daß sie lederne Beutel voll Gold und Silber enthielten. „Diesist meine Bank, Mädchen," sagte er, indem er zuerst Jeanie,dann seinen Schatz mit großem Wohlgefallen ansah; „mitWechseln habe ich nichts zu thun, dabei geht man zu Grunde."
Dann veränderte er plötzlich den Ton und sagte entschlossen:„Jeanie, Du sollst noch heute Lady Stummendeich sein, undin Deiner eignen Kutsche nach London fahren, wenn Du willst."
„Nein, Lord, das ist unmöglich. — Meines Vaters Be-trübniß — meiner Schwester Lage — der Schimpf für Sie."
„Das ist meine Sache," entgegnete Stummendeich; »undDu würdest nicht davon reden, wenn Du nicht eine Thörinwärst. — Und doch gefällst Du mir deshalb um so besser.An einem Klugen ist's überdies genug in der Ehe. WennDir aber jetzt das Herz zu voll ist, nimm so viel Geld alsDu brauchst, und es mag geschehen, wenn Du wiederkommst."
„Aber, Lord," sagte Jeanie, denn sie fühlte, daß sie beieinem so ungewöhnlichen Liebhaber einer deutlichen Erklärungbedürfe; „ich bin einem andern Manne mehr gewogen alsIhnen, und kann Sie nicht heirathen."
„Einem andern Manne mehr gewogen als mir, Jeanie?
— Wie ist das möglich? — Es ist nicht möglich, Mädchen.
— Du kennst mich so lange "
„Aber, Lord, ihn kenne ich noch länger."
„Länger? — Unmöglich. Wie sollte das sein können; Dubist hier zu Lande geboren. — O Jeanie, Mädchen, Du hastnoch nicht Alles, noch nicht die Hälfte gesehen." — Er zognoch einige Auszüge heraus. — „Lauter Gold, Jeanie. —Und das Zinscnbuch, eine reine Einnahme von dreihundertPfund Sterling, das hast Du noch nicht gesehen. — Und mei-