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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
Entstehung
Seite
89
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Aber Du kommst doch bald wieder, Jeanie?" sagte FrauSattelbaum, ste zurückhaltend;sie werden Dich doch nichtdrüben behalten, Kind?"

Ich muß aber dann gleich nach St. Leonard's. Es ist vielzu thun, und wenig Zeit dazu. Und ich habe noch mit Freundenzu sprechen. Gott segne Sie!Sorge» Sie für meinen Vater.''

Sie hatte schon die Thür des Zimmers erreicht, als sieplötzlich umkehrte, und vor dem Bette hinkniete.O Vater,gib mir Deinen Segen!" sagte sie.Ich darf nicht gehen,ehe Du mich segnest. Sage nur: Gott segne und behüteDich, Jeanie. Versuche nur dies zu sagen."

Ein unwillkürlicher Antrieb eher als eine Anstrengung seinerSeelenkräfte setzte den alten Mann in den Stand ein Gebet zumurmeln, daß der Segen der Verheißung auf ihr ruhen möge-

Er hat mein Vorhaben gesegnet," ries sie, sich von ihrenKnieen erhebend,und cs ist mir als müsse es gelingen."

Mit diesen Worten verließ sie das Zimmer. Frau Sat-telbaum sah ihr nach und schüttelte den Kopf.Wenn sienur nicht irr spricht, das arme Ding. Die Deans haben alleso etwas Wunderliches an sich. Es ist nichts, wenn man soviel besser ist als andere Leute, es kommt selten Gutes da-von. Wenn sie aber gegangen ist, um nach den Kühen zuSt. Leonard's zu sehen, so ist das was anderes, die muffenfreilich abgewartet werden. Grete, komm herauf und siehnach dem alten Mann, und laß es ihm an nichts fehlen.Du einfältige Dirne Du, wozu hast Du Dich so aufgeputzt!Ich dächte, der heutige Tag sollte Euch Närrinnen allen zurWarnung dienen."

Wir lassen die gute Frau ihre Strafpredigt gegen welt-liche Eitelkeit fortsetzen, und begeben uns dorthin, wo die un-glückliche Effie jetzt in strengerer Haft schmachtete. Sie hatte