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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Diese Maßregel kam dem alten Deans sehr zu statten, in-dem sie ihm jede peinliche Erörterung ersparte. Mit dumpfer,zitternder Stimme sagte er daher nur die Worte:Ich sehe,Du weißt schon, um was es sich handelt."

O Vater, wir sind grausam zwischen die Gesetze Gottesund die der Menschen gestellt. Was sollen wir tyun?WaS können wir thun?"

Wir müssen bemerken, daß Jeanie nicht den geringstenZweifel hegte, ob cs Recht sei, vor Gericht zu erscheinen.Spitzfindigkeiten dieser Art waren freilich oft genug in ihrer Ge-genwart durchgefochten worden, da sie aber völlig außer ihremBereich lagen, gab sie, wenn gleich eine geduldige, doch nie einetheilnchmende Zuhörerin dabei ab. Ihre Unruhe bei dieserVorladung war daher eine ganz andere, als die ihres Va-ters, und die Folge ihres Gesprächs mit dem Unbekannten beiden Muschat-Steinen. Sie fürchtete, man ziehe sie nur vorGericht, um ihr die grausame Wahl zu lassen, ob sie ihreSchwester durch einen Meineid retten, oder durch die Wahrheitretten wolle. Und so ausschließlich war sie mit diesem Gedan-ken beschäftigt, daß sie des Vaters Anrede:Ich sehe, Du weißtschon um was cs sich handelt," aus jenen Rath bezog, der ihrmit so furchtbarer Heimlichkeit war ertheilt worden- Sie sahihn mit ängstlichem Erstaunen an. Ein Schauder faßte sie, undseine nächsten Worte waren nicht geeignet, sie zu beruhigen.

Ich bin immer der Meinung gewesen, liebe Tochter,"sagte er,daß in Dingen zweifelhafter Art jeder Christ seineigenes Gewissen zum Wegweiser nehmen sollte- Prüfe alsoDein Gemüth hinlänglich, und handle, wie Du handeln zumüssen glaubst "

Vater," sagte Jeanie, die vor dem Sinn erbebte, den siediesen Worten unterlegte,kann dies kann dies etwas Zwei-