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fenklau, „dem wird wohl der Strick zuvorkommen. So ge-schwind bricht ein Weiberherz nicht."
„Kommt drauf an von was für Stoff es ist, Herr. —Doch kurz von der Sache, ich kann es nicht thun. Es ist ge-gen mein Gewissen."
„Euer Gewissen, Bursche?" sagte Scharsenklau mit Höhn-ischen.
„Nun ja, Herr," erwiedcrte Ratcliffe sehr ruhig, „meinGewissen. Jedermann hat eins, wenn es auch schwer ist,ihm beizukommen. McinS ist so gut außerm Schuß als dermeisten Leute ihrs; doch geht's damit wie mit der Ellbogen-spitze, manchmal kriegt man einen Stoß weg, und da schmerztes eine Weile."
„Wohl, Rat, da Ihr so zartsinnig seid, will ich selbst mitihr sprechen."
Wirklich ließ Scharsenklau sich zu dem kleinen dunkelnZimmer führen, das die unglückliche Efsie jetzt bewohnte. Siesaß matt angelehnt auf ihrem Strohbettchen, in ein tiefesTräumen verloren. Einige Speise stand auf dem Tisch, vonbesserer Art, als Gefangene sie wohl sonst erhalten, allein siewar unberührt. Der Gefängnißwärter, unter dessen Aussichtsie stand, sagte, daß sie oft in vier und zwanzig Stundennichts als einen Trunk Wasser genösse.
Scharsenklau nahm einen Stuhl, gebot dem Schließer sichzu entfernen, und begann das Gespräch, indem er sich be-mühte seinem Ton und seiner Miene so viel Mitleidiges zugeben, als sie füglich auSdrücken konnten; denn jener war hartund rauh, diese listig, streng und selbstsüchtig.
„Nun Efsie, wie ist's? Wie geht's, Kind?" Ein tieferSeufzer war die Antwort.