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„Doch wie, wenn ich Dich nun in'S Arbeitshaus schicke,und Dich mit der Zuchtruthe begrüßen lasse?"
„Da würde ich weinen, aber mich erinnern gewiß nicht."
„Herr," sagte Natcliffe, „über vernünftiger Leute Gründeist die viel zu weit hinaus, als daß sie sich um Geld oder umdie Zuchtruthe kümmern sollie; aber ich könnte wohl etwasvon ihr herausbringen, mein' ich."
„So versucht cs," sagte Scharfenklau, „ich bin dieses tol-len Geschwätzes so schon überdrüssig."
„Magda," sagte Natcliffe, „was für Schätzchen hast Dudenn jetzt?"
„Wenn Dich Jemand fragt, sag' Du weißl's nicht. — Sehtdoch den alten Rat, von meinen Schätzchen zu sprechen!"
„Ich sollte doch meinen, Du müßtest welche haben?"
„Freilich Hab' ich," sagte Magda, mit dem stolzen Kopf-werfen beleidigter Schönheit, „da ist Robin der Wilde, undder flandrische Wilhelm, und da ist Georg Robertson, — ja,ja Mann, der feine Georg, — was sagt Ihr zu dem?"
Natcliffe lachte, und dem Polizeibeamten zuwinkend, setzteer die Untersuchung auf seine Weise fort. „Aber Magda, dieBurschen machen sich nur etwas aus Dir, wenn Du Deineschonen Kleider angezogen hast; in Deinen Alltagslumpenwürden sie Dich nicht mit der Feuerzange berühren."
„Du bist ein häßlicher alter Lügner; denn noch gestern zogder vornehme Georg Robertson meine Alltagskleider auf seineneignen hübschen Leib, und ging damit durch die ganze Stadt.Und schön und prächtig sah er darin aus, wie eine Königin."
„Kein Wort glaub' ich davon," sagte Natcliffe, dem Poli-zeibeamten zuwinkend. „Die Lumpen waren wohl von Mond-scheinfarbe, Magda? Der Rock von scharlachrothem Himmel-blau? Nicht wahr?"