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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Es verlautete einmal, daß er sich mit einer hübschen Dirneherumtried, »nd daß Wilson alle Noth hatte, ihn nur vomHeirathen abzuhalten."

Einer von Scharfenklau's Unterbedienten trat jetzt ein,ihm zu melden, sie hätten nun das Mädchen im Verwahrsam,welches er herzubringen befohlen.

Es ist eigentlich nicht mehr nöthig." sagte Scharfenklau;die Sache nimmt eine andere Wendung. Doch könnt Ihrsie hereinbringen."

Jener ging, und mit ihm erschien bald darauf ein hochaufgeschossenes Mädchen von acktzehn bis zwanzig Jahren, inhöchst seltsamer Kleidung. Sie trug eine blaue Neitjacke mitfahl gewordenen Tressen besetzt, und einen Rock von scharlach-rothem Camelot mit verblichener Stickerei. Ihr Haar warhoch aufgeschlagen, von ihrer schottischen Mutze hing ein gro-ßer Busch geknickter ffedern herab. Ihre Züge waren starkund männlich; doch ließen feurige, wild blickende Augen vonglänzendem Schwarz, eine Adlernase und das scharsbezeichneteihrer Gcsichtsbildung sie in einiger Entfernung hübsch erschei-nen. Sie schwang die Reitgerte, die sie in der Hand hielt,machte eine tiefe Verbeugung, und begann das Gespräch,ohne abzuwarten, bis man sie fragte.

Schönen guten Abend, Ew Gnaden guten Abend,Vater Rat. Sie sagten, man hätte Euch schon aufgehängt;oder seid Ihr -alb gehängt davon gelaufen, wie Dickson?"

Halt's Maul, Du tolle Dirne," sagte Ratcliffe,bis Dugefragt wirst."

Von Herzen gern, Raichen. Was doch der armenMagda heute für eine Ehre widerfährt, daß sie in einemgestickten Kleide von so vornehmen Leuten durch die Straßengeführt wird, und die ganze Stadt sie angafft, und sie mit