Verdacht zeugte. Mit einer seinem Berufe und Charakter an-gemessenen Freimüthigkeit, gestand Bntler seine unfreiwilligeGegenwart bei dem Morde des Porteous, und gab auf Ver-langen einen umständlichen Bericht über dieses unglücklicheEreigniß. Seine Aussage wurde von dem Schreiber wörtlichzu Papier gebracht. Als er damit zu Ende war, begann derRichter das Kreuzverhör, welches auch für den Schuldlosestenetwas Aengstigendes hat.
Der Richter begann mit der Bemerkung, daß Butler aus-gesagt habe, es sei seine Absicht gewesen in das Dorf Libber-ton zurückzukehren, wo ihn der Pöbel am Westthor aufge-halten. „Ist das Westthor Ihr gewöhnlicher Weg nach Lib-berton?" fragte der Richter etwas spöttisch.
„O nein," erwiederte Butler mit ängstlicher Hast, „ichbefand mich aber in der Gegend desselben, und der Thorschlußwar nahe."
„Das war ein unglücklicher Zufall," sagte der Richtertrocken.
Nach einer Reihe verfänglicher Fragen, die Butler bestimmtund ohne Verwirrung beantwortete, kam man zuletzt auf denNamen Mazda Wildfeuer, bei welchem der Richter und derSchreiber bedeutende Blicke wechselten. Man forschte so ge-nau nach diesem vermeintlichen Weibe, nach ihrer Kleidung,ihren Zügen, als ob das Heil der ganzen Stadt davon ab-hinge, sie zu kennen. Ueber ihre Gesichtsbildung konnte But-ler wenig Auskunft geben. Schminke und Ruß hatten ihrGesicht völlig entstellt; überdies war es von einer tiefenWeiberkapxe beschattet gewesen. Er erklärte, in einer andernTracht würde er diese Mazda Wildfeuer nicht wieder kennen,es müßte denn au dem Ton ihrer Stimme sein.
Der Richter fragte, zu welchem Thor Butler am Morgen