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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
Entstehung
Seite
142
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Das Beleidigende dieser Worte ruhig hinnehmend, suchteButler durch ruhige Vcrnunftgründe Sattelbaum's Rath zuunterstützen. Es war Alles vergeblich. Deans betheuerte noch-mals, nie einen Sachwalt für sich und die Seinigen annehrmen zu wollen, der nicht zu den Frommen »ach seiner Weisegehörte. Hiemit stand er auf, als sei er der Vorstellungenund der Gegenwart seiner Gäste gleich überdrüssig, sagte ihnenmit einer Bewegung der Hand und des Kopfes Lebewohl, undzog sich in sein Schlafzimmer zurück.

Er wirft geradezu das Leben seiner Tochter weg," sagteSattelbaum zu Butler, als der alte Mann sich entfernt hatte.Wo wird er je einen Advocaten finden, wie er ihn sucht? Oderwer hat je von einem Advocaten gehört, der für diesen oder jenenGlauben gelitten? Des Mädchens Leben ist rein weggeworfen."

Gegen Ende des vorigen Gesprächs war Stummendeich vorder Thür angekommen. Er war abgestiegen, hatte seines Klep-pers Zaum an de»Haken gehängt, wo er ihn immer anhäugte,und war auf den Sitz niedergesunken, ans dem er immer saß.Seine Augen waudertcn mit ungewöhnlicher Lebhaftigkeit vonEinem zum Andern, bis Sattelbaum's letzte Worte ihm anseinmal den traurigen Sinn des bis jetzt Gehörten erklärten.Er erhob sich von seinem Sitz, schritt langsam durch das Zim-mer ans Sattclbanm zu, näherte sich seinem Ohr und sagtemit unsicherer, ängstlicher Stimme:Kann kann denn Geldnichts für die Leute thun, Herr Sattelbaum?"

Hm!" sagte Sattelbaum mit ernstem Gesichtfreilichkann Geld etwas thun beim Gericht, wenn irgend ein Dingcs kann; aber wo soll das Geld Herkommen ? Herr Deans willja von nichts hören; und obgleich Frau Sattelbaum ihre ent-fernte Verwandte ist, und es sehr gut mit ihnen meint, wirdsie doch nicht so große Kosten allein tragen wollen. Wenn je-