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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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110
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die zurückgclaffenen Apfelbäume und Kohlstauden des Gartenszu Wodend eine solche Reise unternehmen würden- Mit demgrößten Erstaunen sah sie daher, nachdem sie ungefähr eineWoche zu St. Leonard's gewesen, Stummendeich mit Tressen-hut und Tabackspfeife ganz auf alte Weise ankommen, undmit der nämlichen Begrüßung:Wie geht's, Jeanie? Woist Vater Deans?" sich im Häuschen zu St. Leonard's bei-nahe eben so Hinpflanzen, wie er es so lange und so regel-mäßig zu Wovdend gethan. Er saß aber kaum, als er miteiner ungewöhnlichen Redseligkeit hinzu setzte :Jeanie, Jeanie,sage ich, Mädchen," hier streckte er seine Hand mit gespreiztenFingern nach ihrer Schulter aus; doch auf so linkische Weise,daß sie wie eine Greifenklane im Wappen in der Luft schwe-ben blieb, als Jeanie sich vor seiner Berührung zurückzog.Jeanie," fuhr er in diesem Augenblick der Begeisterung fort,Jeanie, sage ich, es ist ein schöner Tag draußen, und dieWege sind gut genug, wenn man Stiesel an hat."

Der Teufel ist in den schläfrigen Burschen gefahren!"murmelte Jeanie in sich hinein,wer hätte denken sollen, derwürde sich so weit herauswagen?" Und sie legte absichtlichetwas von dieser ungünstigen Gesinnung in ihren Ton und ihrBetragen gegen ihn, denn da der Vater entfernt war, und derJunker wunderbar schlau und lebendig blickte, so fürchtete sie,es könnte etwa gar zu einer Erklärung kommen.

Ihr Stirnrunzeln wirkte nach ihrer Absicht als ein niederschla-gendes Mittel. Der Lord sank von diesem Tag an in seine altenschläfrigen Gewohnheiten zurück. Er besuchte Deans' Häuschendrei- oder vier mal die Woche, wenn es das Wetter erlaubte, demAnscheine nach in keiner andern Absicht, als Jeanie Deans anzu-starren, während David Deans sich in seiner gewohnten Bered-samkeit über die religiösen Streitigkeiten des Tages ausließ.