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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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ihm; und ein wenig eifersüchtig vielleicht, den so jung gekann-ten zur Würde eines Lehrers und Predigers erhoben zu sehen,griff er ihn augenblicklich mit verschiedenen Streitfragen an,um zu entdecken, ob er auch nicht in die Schlingen und Jrr-thümer der Zeit gefallen. Butler war ein Mann von strengenprcsbyterianischen Grundsätzen, auch vermied er gern, seinemalten Freunde durch das Bestreiten geringfügiger Nebendingewehe zu thu»; und er konnte daher hoffen, rein wie geläu-tertes Gold aus dem Schmclztiegel dieser Prüfungsfragen her-vorzugehn. Allein einem so strengen Richter als David Deanswar nicht leicht Genüge zu leisten.

Die alte Judith Butler war diesen Abend bis nach Woo-dend herüber gehumpelt, und die Glückwünsche wegen RubensHeimkehr, und wegen seiner ungemeinen Gelehrsamkeit einzu-ernten, worauf sie selbst sich nicht wenig einbildete, und sie fandsich etwas gekränkt, als ihr alter Freund Deans nicht mit derWärme, die sie erwartet, auf diesen Gegenstand einging. ImAnfänge schwieg er, doch ohne unzufrieden zu scheinen, underst nachdem Judith die Sache mehrmals in Anregung gebracht,äußerte er einige Mißbilligung.

Ei, Nachbar Deans, ich dachte cs würde Euch freuen,Rüben, den guten Jungen, wieder unter uns zu sehen."

Es ist mir auch lieb, Frau Butler," crwiederte der Nach-bar ganz kurz.

Seit er seinen Großvater und seinen Vater verloren, hatteer keinen Freund in der Welt, der so väterlich gegen ihn ge-handelt, als Ihr, Nachbar Deans."

Gott ist der einzige Vater der Vaterlosen," sagte Deans,indem er an seine Mütze griff und aufwärts blickte.Gebt demEhre, dem sie gebührt, nicht seinem unwürdigen Werkzeuge."

Ja, das ist Eure Art die Dinge zu wenden, und sicher