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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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heit, war dies augenblickliche Auseinandergehen der Menge,nachdem sie ihren Vorsatz ausgeführt hatte. Welches auch derGrund eines Aufstandes sei, gewöhnlich fuhrt das Gelingenseiner Absicht den Haufen zu ferneren Ausschweifungen. Nichtso im gegenwärtigen Falle. Als die Aufrührer überzeugt wa-ren, es sei kein Leben mehr in ihrem Schlachtopfcr, warfensie, vollkommen befriedigt durch diese Rache, die Waffen fort,die sie nur zu diesem Zweck ergriffen hatten. Am Morgenwar nichts mehr von dieser Nachtscene übrig, als der in denLüften schwebende Leichnam des Portcons, und die Waffenaus dem Wachthause, welche der enteilende Haufe in den Stra-ßen znrückgelasscn.

Die Obrigkeit behauptete nun wieder ihr Ansehen, zitterndjedoch nach der kürzlich gemachten Erfahrung der Schwächedesselben. Truppen in die Stadt zu ziehen, und eine strengeUntersuchung des Vorgefallenen zu beginnen, waren die erstenZeichen ihrer wiederkehrenden Gewalt. Allein so heimlichund sicher war Alles eingeleitet gewesen, daß man wenig odernichts erfuhr, welches einiges Licht auf die Urheber und vor-züglichsten Leiter jener verwegenen Unternehmung werfenkonnte.

Der Bericht ward durch Eilboten nach London gesandt,und mit großem Unwillen ausgenommen, besonders von derRegentin, welcher das Gelingen einer so seltsamen Verschwö-rung als ein Hohn ihrer Macht erschien.

Es war dort eine Zeitlang von nichts Anderem die Rede,als von den Maßregeln zur Bestrafung der Aufrührer sowohl,wenn sie entdeckt würden, als auch der obrigkeitlichen Perso-nen, die solches geduldet, und der Stadt, wo es sich ereignet.Man erzählt, die Königin habe bei dieser Veranlassung zudem berühmten Herzog von Argylc gesagt, eher als solch einen