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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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gelnd, ward er augenblicklich niedergeworfen und entwaffnet;glücklich genug, daß man ihm vergönnte, sich ohne weiterenUnglimpf aufzuraffen und davon zu laufen. Ein neuer Beweisder bewundernswürdigen Mäßigung dieser Menschen gegenalle übrigen, bei dem unbeugsamen Haß gegen das ihrer Rachegeweihte Opfer. Nach mehreren fruchtlosen Versuchen, sich Ge-hör und Gehorsam zu verschaffen, und ohne die Mittel, ihrenBefehlen Nachdruck zu geben, sahen die Rathsherren sich end-lich genöthigt, das Feld zu räumen, und sich vor den, Wurf-gcschütz, das ihnen um die Ohren sauste, eiligst zurückzuziehen.

Was die thätige Dazwischenknnft des Raths nicht ver-mocht, schien der ruhige Widerstand des Gefängnisses leistenzu können. Die gewaltigen Eisenhämmer schmetterten noch un-unterbrochen dagegen, und das Getöse, von den hohen Gebäu-den umher wiederhallend, konnte leicht bis hinauf zum Castelldringe», und die Besatzung zu den Waffen rufen. Es gingdie Rede unter den Verschwornen, die Truppen würden Herab-kommen, und sie auseinander treiben, oder auch von obenherab sie durch Bomben verjagen, wenn sie nicht ihr Vorha-ben schleunigst ausführten.

Durch solche Besorgniß angespornt, lösten sie sich mit ver-doppeltem Eifer in ihren Angriffen gegen die Kerkerthür ab,deren Festigkeit dessen ungeachtet diesen vereinten Bemühungenwiderstand. Plötzlich rief eineStllNme aus dem Haufen: >,Ver-suches mit Feuer!" Wie ans einem Munde schrieen nun dieAufrührer mit lautem Hallo nach Feuerstoffen, und da Alleswas sie verlangten auf's Schnellste in Bereitschaft war, sosahen sie sich auch sehr bald im Besitz einiger leeren Theer-tonncn. Ein großes, dunkelrothcs Lustfener schlug jetzt leuch-tend an der Kerkcrthür empor, eine hohe Säule von Flammenund Rauch zu den grauen Thürmen und vergitterten Fenstern