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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
Entstehung
Seite
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Mitgliedern des Magistrats gedrungen, und sie hatten sich ineinem Gasthof versammelt, um auf Mittel zu denken, wie derTumult zu dämpfen sei. Sie wandten sich an die Nettestender Zünfte, doch diese erklärten, sie könnten wenig thnn, woes gälte, einen so verhaßten Menschen wie Portcons zu ret-ten. Ein Bote wurde auf einem Umwege an den Befehlsha-ber der Truppen der Vorstadt geschickt, mit der mündlichenAufforderung eine schriftliche wagte dieser nicht mit sich zuführen, aus Furcht vor der entrüsteten Menge das Nether-bowthor z» erstürmen, und schleunigst zu Hülfe zu kommen.Allein der Oberst Moyle weigerte sich, Folge zu leisten; durchPortevus Beispiel geschreckt, über dessen eigenmächtiges Ver-fahren das Geschwornengericht so streng entschieden hatte,wollte er sich einer solchen Verantwortlichkeit nicht aussetzen,da es an einer schriftlichen Vollmacht fehlte, die ihm hätte zurRechtfertigung dienen können. Auch nach dem Castell schickteman mehrere ab, den diensthabenden Officier aufzufordern,mit seinen Leuten herabzukommen und einige Kugeln, odernötigenfalls eine Kanone oder Bombe unter die Menge zufeuern, »m die Straßen von ihr zu säubern. Doch die Run-den der Aufrührer waren so wachsam, daß kein einziger dieserBoten bis zum Eingang des Castells gelangte- Sie wurdenjedoch unverletzt und unbeleivigt zurückgewiesen, nur mit denDrohungen, welche nötig waren, um sie von der Erneuerungihres Versuchs abznschrecken.

Dieselbe Sorgfalt wurde angewendet, um zu verhindern,daß Leute von den höhein Ständen, und ihnen deßhalb ver-dächtig, auf den Straßen blieben, und so die Gelegenheit fän-den, die Handlungen der Aufrührer zu beobachten, oder Ein-zelne von ihnen zu erkennen. Jeder wohlgekleidete Menschwurde angehalten, und thcils gewarnt, theils gezwungen zu-