diese verfluchte Mittheilung gemacht hatte. — Du kennst nun dasAergste nnd kannst cs täglich oder stündlich erwarten. Mache dei-nen Spaziergang — ich möchte gern ein Wenig allein sein."
Sowie Miß Wardour aus dem Zimmer war, benutzte sievor Allem die halbe Erlaubniß ihres Vaters und fertigte denBoten nach Monkbarns ab, der, wie wir bereits gesehen haben,den Alterthümler und dessen Neffen am Strande fand.
Glcichgiltig, ja fast unbewußt, wohin sie ging, führte sieder Zufall auf ihrem Spaziergange nach der sogenanntenBrierybank hinab. Ein Bach, der ehemals den Schloßgrabenmit Wasser versehe» hatte, floß durch ein enges Thal hin undMiß Wardour's Geschmack hatte hier einen Pfad anlegenlassen, der zierlich nnd bequem war, ohne daß man bemerkte,er sei absichtlich angelegt und unterhalten. Er paßte sich sehrgut zu dem kleinen Thale, welches von Gebüsch nnd Dickicht,besonders Haselgesträuch und Nadelholz, beschattet ward, un-termischt mit Brombeerstauden und ähnlichen Gewächsen. Aufdiesem Pfade hatte jene Erklärung stattgefunden, welche zwi-schen ihr und Lovel vorfiel und von Edie Ochiltree belauschtwurde. Mit einem Herzen, welches von den Leiden ihrer Fa-milie sanfter gestimmt wurde, erinnerte sich jetzt Miß Wardouran jedes Wort, jeden Grund, womit Lovel seine Bewerbungunterstützte. Sie mußte sich selbst gestehen, daß sic viele Ur-sache habe, stolz darauf zu sein, daß sie einem jungen Mannevon solchen Talenten eine so heftige und uneigennützige Lei-denschaft eingeflvßt habe. Daß er eine Laufbahn verlassen hatte,'in welcher er, wie man sagte, schnell Fortschritte machen konnte,um sich in einem so unerfreulichen Orte wie Fairport zu ver-graben und einer uncrwiederten Liebe nachzuhängen, dieß mochtevon Andern als Schwärmerei verlacht werden; aber natürlichward diese überspannte Zuneigung von ihr verziehen, welche