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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
Seite
147
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thum besaß, überdies Erbe eines alten Namens und Vaterzweier vielversprechender Kinder, die Stunde kommen sah, dieihn all' des Glanzes berauben sollte, den ihm die Zeit zurGewohnheit und zum Bedürfniß gemacht hat, während er nunin die Welt gestoßen werden soll, um mit Armuth, Habsuchtund Hohn zu kämpfen. Unter diesen Lüstern Vorgefühlenwurde seine Stimmung, ohnehin durch die getäuschte Hoffnungangegriffen und erschöpft, auch noch mürrisch und streitsüchtig,und seine Worte und Handlungen drückten manchmal eine rück-sichtslose Verzweiflung aus, wodurch Miß Wardour in außer-ordentliche Unruhe verseht wurde. Wir haben bei einer früher»Gelegenheit gesehn, daß Sir Arthur ein hitziger, leidenschaft-licher Mann war; wenigstens im Verhältniß zur Schwächeseines Charakters in anderer Hinsicht; er konnte keinen Wider-spruch ertragen, und wenn er bisher im Allgemeinen gutmüthigund heiter gewesen war, so war die Ursache davon wahrschein-lich nur, daß ihm sein gewöhnliches Leben selten Gelegenheitbot, seine natürliche Reizbarkeit sichtbar werden zu lassen.

Am dritten Morgen nach Dousterswivel's Abschied legteder Diener, wie gewöhnlich, die Zeitungen und angekommenenBriefe auf den Frühstückstisch. Miß Wardour nahm die erster»zur Hand, um der fortwährenden Übeln Laune ihres Vaterszu entgehen, die eben erst in heftigen Unmuth ausgebrochenwar, weil er das Brod zu stark geröstet fand.

Ich merke gar wohl, wie die Sachen stehn," sagte er end-lich in Bezug auf diesen interessanten Gegenstand,meineDiener, die ihr Theil an meinem Glücke gehabt haben, fangennun an zu denken, es sei in Zukunft nicht viel mehr bei mirzu gewinnen. Aber so lang' ich noch Herr dieser Schufte bin,will ich auch als Herr gelten und keine Nachlässigkeit dulden