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9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
Seite
134
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mit den Wellen kämpfen sehe. Ja, ihr Herren, den Menschenbefallen schwere Träume zwischen Schlafen und Wachen, be-vor er in den langen und tiefen Schlaf sinkt! Manchmalist mir es beinah, als wäre mein Sohn, oder Steenie, meinEnkel, todt, und ich hätte sein Leichcnbegängniß gesehn- Istdas nicht ein wunderlicher Traum für ein altes taubes Weib?warum sollte einer von ihnen vor mir sterben? das ist jaganz gegen den Lauf der Natur, wie ihr wißt "

»Ich glaube, Sie werden wenig aus diesem alten, stumpf-sinnigen Weibe herausbringen können," sagte Hektor, dervielleicht noch immer eine Abneigung gegen sie nährte, weilsie in ihrem Liede seine Landsleute mit Verachtung erwähnthatte.Ich glaube, Sie werden wenig herausbringen, Oheim;und es heißt nur unsre Zeit verschwenden, wenn wir hierfitzen und auf ihren Wahnsinn lauschen."

Hektor," sagte der Altcrthümlcr unwillig,wenn du ihrUnglück nicht achtest, so achte zum wenigsten ihr hohes Alterund ihr graues Haar. Sie steht auf der letzten Stufe desLebens, die der lateinische Dichter so schön schildert:

Das ist lateinisch!" sagte Elsbeth, indem sie aufstand,wie wenn sie die Verse mit Aufmerksamkeit hören wollte, dieder Alterthümler sehr pathetisch recitirte.Das ist Latei-nisch!" dabei schaute sie wild umherhat mich doch amEnde ein Priester gesunden?"

Du siehst, Neffe, sie hat die schöne Stelle nur in dem-selben Grade verstanden, wie du."